Sonstiges => Turbos und Umbauten => Thema gestartet von: lecar5 am März 19, 2021, 23:08:08 Nachmittag

Titel: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 19, 2021, 23:08:08 Nachmittag
Nikolaustag 2015. Es ist die letzte Ausfahrt mit dem dicken Turbo der diejährigen Saison. Wobei – eigentlich ist die Saison Anfang Dezember längst vorbei. Der trockene, kalte aber sonnige Tag heute drängt sich förmlich auf, noch einmal das Grollen des Devils zu hören, noch einmal den willigen Vortrieb des Laders zu fordern und noch einmal diesem Auto zu frönen. Ich bin Prä-TurboFeveriert, schliesslich wird die 10. TurboFever mehr oder weniger wieder an ihrem Entstehungsort vor 9 Jahren ausgetragen. Bis sie im September 2016 stattfindet ist noch einiges Zeit, die Route soll gut vorbereitet sein. So nutze ich den tollen Tag um den provisorischen Streckenlauf, den ich bislang nur vom Rechner her kenne, das erste Mal live zu erkunden und das notwendige Scouting zu betreiben.
Ich bügle über die Schwäbische Alb, runter ins Donautal und Richtung Messkirch.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_10_30_27.jpeg)

Wow, der Vortrieb macht echt süchtig, gerade jetzt, wenn es kühl ist scheint der 5er Turbo nochmal ein paar PSchen mehr zu haben :)! Aber immer wieder fällt mir auf die Füsse, mit was ich schon das ganze Jahr über kämpfe: eine unzuverlässige, überforderte Bremse :(. Im Frühjahr hatte ich die alten Ferrodos rausgeworfen. Mit denen war ich anfänglich, ok, das ist schon 15 Jahre her…, super zufrieden: sehr feinfühliger Druckpunkt und eine so brachiale Verzögerung, dass ich Angst hatte, mir fliegt die Windschutzscheibe beim Bremsen raus. Dass die Felgen vom Abrieb immer das gleiche mattschwarz wie die Reifen hatten – geschenkt. Das Grinsen im Gesicht und dieses souveräne Gefühl, sich einfach und immer voll auf die Bremse verlassen zu können war wichtiger. Lange ists her… ich hatte die Beläge dieses Frühjahr gegen gründe Mintex ersetzt, die haben eine um Längen noch schlechtere Bremsleistung, aber schreien dafür umso lauter. Geht gar nicht, das muss kommendes Jahr anders werden… hinzu kommt, dass nicht nur die Verzögerung miserabel ist, was ich eindeutig den Belägen zuschreiben kann, sondern auch die Unterstützung durch den Bremskraftverstärker völlig unzuverlässig ist. Mal ist die Unterstützung gut, und das Pedal fühlt sich gut an, mal trete ich aufs Pedal und es fühlt sich an, wie wenn ich einen Holzklotz auf den Asphalt drücken würde, hart und ohne fühlbaren Druckpunkt – was die mangelnde Verzögerung subjektiv noch verstärkt :(.

Als ich abends den Turbo in die Garage stelle bin ich mir nicht sicher, ob ich mit dem Tag zufrieden sein soll oder nicht: Die Strecke nimmt Form an ich habe ein paar gute Abschnitte gefunden. Etwas befremdlich ist es, mit dicken Turbo samt Devil am Weihnachtsmarkt vorbeizuröhren.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_10_27_55.jpeg)

Auf der Alb war es gar nicht sonnig, sondern neblig, feucht und die Strassen gesalzen. Ich mache mit gemischten Gefühlen das Tor zu und denke, ok, in den nächsten Tagen unbedingt das Salz runterwaschen. Und kommende Saison einmal Bremse komplett.

Natürlich kommt es anders. Die nächsten Tage ist das Wetter uselig und ans Salz abwaschen ist auch bei uns nicht zu denken – auch hier sind die Strassen gesalzen. Zum SB-Wasch fahren, Salz abwaschen und auf gesalzenen, feuchten Strassen wieder heim in die Garage bringt quasi gar nix. Also steht das Auto und Besitzer und Auto hoffen auf ein baldiges Frühjahr.
In dem Fall kommt es fast wie geplant. Aber eben nur fast. Im Frühjahr nehme ich mir vor, was ich am Nikolaustag schon gedacht hatte: einmal Bremse komplett. Wie erwartet erwacht der dicke Turbo mit der ersten Schlüsselumdrehung, läuft zunächst etwas unrund aber fängt sich recht schnell. Gang rein, Kupplung kommen lassen und – Blopp!, Motor aus. ??? ?! Starten, springt an. Kupplung kommen lassen und – Blopp!, Motor aus :-[. Hä?! Handbremse ist doch gelöst. Starten, springt an, Kupplung langsam kommen lassen, Auto bewegt sich nicht. Mehr Gas, Kupplung kommen lassen, Auto bewegt sich nicht. Noch mehr Gas, Kupplung kommen lassen - PENG! :o, Auto macht einen Satz nach vorne. ??? ?! Uiuiui, das ist irgendwas über die Winterpause mächtig zusammengebacken... Die erste Runde in der Nachbarschaft bockt der Turbo etwas, mag nicht so richtig und läuft mehr eckig als rund. Die Bremse hört sich fürchterlich an, RRRRRRCCCHHCCCCHHH macht sie als ich gleichzeitig Gas gebe und bremse. Und irgendwas ist beim Bremsen ziemlich unwuchtig :(, das Pedal pulst ganz kräftig und es hört sich schrecklich an! Auch wenn es lange von ‚Gut‘ entfernt ist, mit jedem Meter wird das kratzen und pulsen etwas besser… aber der Turbo zeigt mir ganz deutlich: hey, ich hab Rheuma! Gugg nach mir :-\!

In der Werkstatt ist das Auto schnell aufgebockt und die Räder unten. Beim Zerlegen der Bremse hinten rechts zeigt sich, was so laut PENG! gemacht hat, als ich aus der Garage fahren wollte und was beim Bremsen dann die Unwucht verursachte: der innere Bremsbelag war so fest mit der Bremsscheibe verbacken, dass das Moment nicht den Belag von der Scheibe trennte, sondern einen Teil aus dem Belag riss – Boah :o! Ok, einmal Bremse komplett, war ja klar, got it.
Wie ich meinen Kopf so in die Radhäuser strecke meine ich, dass die Salzlake ganz gut gearbeitet hat… Hier blüht eine Kante, dort ist es etwas braun, hier ist der Unterbodenschutz unterwandert. Mich beschleicht das Gefühl, dass mein dicker Turbo irgendwann eine Grundsanierung braucht. Irgendwann halt. Dieses Jahr noch nicht - dieses Jahr ist die TurboFever, bei der soll er noch dabei sein. Und wenn die TurboFever vorbei ist, dann sehen wir weiter.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_10_34_10.jpeg)

Denke ich, als ich den LED-Scheinwerfer ins linke vordere Radhaus stelle. Was ich sehe, freut mich gar nicht und ich mach den Scheinwerfer grad wieder aus. Nein, ich will nicht! Nein, das ist nur ganz viel Arbeit! Nein, ich will mich eigentlich um das Cabrio kümmern, das seit Jahren angefangen in der Ecke steht! Nein, das passt jetzt nicht, und überhaupt: nein, nein, nein :-\!
Ok, es hilft ja doch nicht. Wenigstens eine Bestandaufnahme machen. Dann kann ich den dicken Turbo ja noch immer wegstellen und irgendwann mal machen. Nach einem kräftigen Schluck Spezi mache ich den Schweinwerfer wieder an und leuchte nochmals ins linke vordere Radhaus. Tatsächlich, ich habe richtig gesehen, oberhalb des Längsträgers ist der Innenkotflügel auf ca. 3*15 cm durch. Was heisst durch – er ist nicht mehr wirklich existent. Eine scheissblöde Stelle :(. Um die zu reparieren muss der Kühler raus. Und am besten der Kotflügel ab… aber nicht heute. Ich mache den Scheinwerfer aus und das Tor zu. Nur nichts überstürzen, denke ich, Spontanität will gut überlegt sein.
Eine Woche später. Heinzelmännchen sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Die Karre steht noch immer da, aufgebockt, mit zerlegter Bremse und dem rostigen Innenkotflügel. Also dann… an die Arbeit. Ich versuch‘s wie immer minimalinvasiv – nur so viel wie nötig, aber auch nicht mehr. Wenn ich's einigermassen ordentlich machen möchte muss zum Schweissen der Kotflügel runter. Also runter damit. Und da wird’s noch brauner :-\… die A-Säule ist gesund, aber das Windleitblech unterhalb des Dachspoilers ist stark angefressen. Hinter der Heizung ist das Stehblech durch. Ich kontrolliere von innen. Dass irgendwann einmal der Kupplungsgeberzylinder undicht war war auch nicht förderlich für die Karosseriesubstanz… oje… ich mache das Licht aus und schliesse das Werkstatt-Tor ab. Da muss ich erst einmal eine Nacht drüber schlafen. So wollte ich das eigentlich nicht…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_10_36_16.jpeg)

Mit dem nächsten Mal Werkstatt-Tor aufschliessen ist die Entscheidung gefallen: ich restauriere den Vorderwagen bis zur A-Säule, innen und aussen. Das ist überschaubar und, wenn ich mich ins Zeug lege, bis zum September auch machbar. Schliesslich soll der Turbo an der TurboFever ja dabei sein. Wie sieht das denn aus, wenn der Veranstalter nicht mit dem Turbo dabei ist?
Es kommt, wie es kommen musste – die TurboFever findet statt, aber ohne den meinigen, den mit frischem restauriertem und in 625 gris galaxy lackierten Vorderwagen. Immerhin ist‘s eine tolle Veranstaltung, da ist es mir es doch echt wert gewesen, dass ich meine ganze Energie auf die Veranstaltung und nicht auf rostiges Blech fokussiert habe. Es wird entspannter für mich, der selbst auferlegte Druck ist raus.

Den Bericht zur TurboFever 2007 gibts hier https://www.renault5turbo.de/forum/index.php?topic=473.0, den von 2016 hier: https://www.renault5turbo.de/forum/index.php?topic=3535.0

Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 19, 2021, 23:22:17 Nachmittag
Anfang 2017 geht’s frisch ans Werk: Haube runter, Stossstange weg. Öhm… was ist denn das :o? Die Quertraverse vorne ist dick mit U-Schutz zugeschmiert.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_10_58.jpeg)

Und irgendwie… erinnere mich, das… meine ich, habe ich schon einmal gesehen… irgendwann, in den 90ern, meine ich :-\. Und ich meine mich erinnern zu können, dass ich mich damals auch schon gefragt habe, was da wohl einmal passiert war. Und ich meine, das sah damals noch schlimmer aus… jaaa, langsam, als ich die Nieten aufbohre, mit denen das Blech auf der Traverse gehalten wird… ja, da war was... etwas völlig Unverständliches, so etwas, was ich in die Ecke ‚es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann sich die Menschheit nicht mit ihrer bescheidenen Intelligenz erklären‘ -Ecke packe: Das vordere Blech der Traverse wurde mit einer Blechschere geöffnet, in das hintere wurden mehr oder weniger ringförmig Löcher gebohrt und mit einem Meisel das innere Blech entfernt :o. So, dass man in das GfK-Rohr schauen kann... warum macht man so etwas?

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_10_47_56.jpeg)

Vielleicht muss ich etwas ausholen: ich habe das Auto 1996 gekauft. Länderkennzeichen ist 123, was meines Wissens nach für die Schweiz steht. Das Typenschild aber ist in Italienisch. Importiert nach Deutschland aber wurde mein Turbo aus UK, wo er eine Verkaufslackierung bekommen hat. Hinten rechts muss mal wohl eine neue Backe drangekommen sein. Unterm Auto ist die Quertraverse vor dem Motor ordentlich eingedrückt, ich schätze, dass beide Schäden in Verbindung zueinander stehen. Lange Rede, kurzer Sinn – eine bewegte und im Nachgang sicherlich nur sehr aufwändig rekonstruierbare Geschichte.  Aber definitiv mit dem einen und anderen Grenzübergang. Ich finde nur eine Erklärung für die aufs Übelste aufgenagte Quertraverse und den Zugang ins GfK-Rohr :-\: Schmuggelei. Würde ein Drogenspürhund wohl um den Verstand kommen, wenn er meinen Turbo so aufgebockt und zerlegt in der Werkstatt inspizieren dürfte…?

Wie auch immer, im Zuge der Vorderwagenrestaurierung wird die Traverse natürlich in den Ursprungszustand zurückversetzt. Und so geht die wilde Schweisserei los. Wenn ich ehrlich bin: der Bitumen-Unterbodenschutz gefällt mir schon lange nicht – wie kann man einem Auto wie dem dicken Turbo so etwas antun? Wahrscheinlich waren es auch die Briten, die aus einem Verbrauchtwagen einen Blender machten. Aber der kommt ja auch runter. Halt in zwei Etappen, jetzt wird erst mal Vorderwagen wieder hübsch gemacht. Die Entscheidung bestätigt sich als die richtige: wie ich den rechten Kotflügel abnehme zeigt ist auch der rechte Innenkotflügel durchgerostet. Also dort auch braten :(.

Hm… die Innenkotflügel hinten sind im unteren Bereich vor dem Schweller auch angefressen. Wenn ich grad schon am Schweissen bin… Eine blöde Stelle, wie soll ich da bloss hinkommen? Ich bekomme ja noch nicht einmal das Dichtungsgummi abgezogen, und selbst wenn, wie will ich in der Ecke zum Backen einigermassen sauber ein Blech einsetzen? Die Einschätzung von godsey ist ernüchternd: wenn die Innenkotflügel schon so modern ist die Karosse unter den hinteren Kotflügel auch morsch. Also Kotflügel hinten runter. Nein, ich will nicht. Nein, nicht noch mehr Arbeit, nicht noch mehr Sauerei! NEEEEIIIIINNN >:(!!!

Und es hilft halt nicht – es ist wie es ist. Und wie es ist soll’s nicht bleiben. Ok, neben Bremse einmal komplett einmal Karosse komplett. Boah :o! Wegen grünen Mintex und einem holzigen Bremsgefühl ???. Man kann immer versuchen, allem etwas Positives abgewinnen. So führe ich mir all die Mängel vor Augen, die mir zeigen, dass die UK-Lackierung echt schlecht ist und sicherlich nicht das ist, was ich unter ‚Lackierung‘ verstehe. Es gibt Läufer hier und Schleifspuren da, Farbnebel da und überall ist zu wenig Lack drauf. Und: die Lackierung mit ohne Glanz war dem Seidenmatt- und Matt-Trend der letzten Jahre immerhin 2 Jahrzehnte voraus – toll :(! Trendsetter-sein muss ich dann auch nicht wirklich haben. Aber trotz aller Beschwichtigungsversuche: nein, das darf doch nicht sein! Nein, das… ich will doch gar nicht :(!

Und fange an. Das Zerlegen geht recht schnell, es soll keine body-off-Restauration werden, sondern eine Reparatur der Karosserie. Das macht die Sache nicht einfacher, einerseits die Frage nach dem ‚wo aufhören‘ und andererseits die notwendige Vorsicht, beim flexen und schweissen die Teile, die noch am oder im Auto sind nicht zu beschädigen.
Beim Ausbau, klar, geht natürlich die Frontscheibe hopps :(. Schliesslich ists ein ‚Einser‘, die Scheibe ist geklebt. Das Dichtungsgummi überlebt, immerhin! Eine neue Scheibe steht seit 20 Jahren im Keller, und die alte hatte so oder so Steinschläge. Also was solls… aber sch… >:(! Die geklebte Scheibe hat einen schwarzen Rand, der Scheibenkleber hält auf blankem Glas angeblich ja gar nicht! Ach je… eine weitere kniffelige Arbeit – wie irgendwann später die Frontscheibe wieder einsetzen, wenn es nur Scheiben ohne Kleberand gibt? Na super… ???

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_15_43.jpeg)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 19, 2021, 23:54:19 Nachmittag
Januar 2018. Ich mache Tests mit verschiedenen Mitteln, um den Unterbodenschutz abzubekommen. Auch hantiere ich mit Abbeizer, um das Alu-Dach möglichst schonend zu entlacken. Das Auto wurde nicht ein Mal, sondern zwei Mal komplett nachlackiert. Was die Sache auch nicht erleichtert. Zwischen den Lackschichten gibt’s genug Grundierung, auf der Karosserie ist ordentlich Material drauf.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_24_50.jpeg)

Den Unfallschaden hinten rechts repariere ich nach, dengle ihn besser aus, stückle den angefressenen Innenkotflügel an und behandle alle blanken und rostigen Stellen mit Fertan.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_26_48.jpeg)

Der Blick unters Auto – die nächste Überraschung :(: Beifahrer Fussraum bzw. das Hohlprofil davor ist durch. Nein, ich will nicht, nein, nein, nein >:(!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_29_07.jpeg)

Aber es zeichnet sich ab, und ich sehe es letztlich ein, dass ich nicht drumrum komme… die Karosserie muss ins Drehgestell :-\. Alles andere macht keinen Sinn.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_30_40.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_33_24.jpeg)

Und es bestätigt sich, obwohl ich nicht wollte war es die richtige Entscheidung: Über Kopf wäre der Unterboden auf der Beifahrerseite nicht sauber zu reparieren gewesen. Das Batterieblech ist ebenfalls hin, der Unfallschaden ist mit Strukturkleber völlig talentfrei wegmodeliert und ausserdem und überhaupt… überall blüht es :-[.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_35_26.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_37_06.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_38_21.jpeg)

Die Stabi-Aufnahme rechts ist besonders böse befallen, es kann nicht anders sein, dass die Vorderachse völlig weich war. Und ich es beim fahren noch nicht einmal bemerkt habe...

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_40_26.jpeg)

Am Längsträger hinten wurde schon einmal geschweisst, auch das kann man besser machen.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_42_37.jpeg)

Eins ums andere repariere ich mich durch die Karosserie, dass der Längsträger hinten genauso morsch ist wie die Stabi-Aufnahme vorne oder der Längsträger einen Riss hat schockiert irgendwann nicht mehr. Fertan wird zu meinem Freund, alles was oberflächlich angerostet ist wird mechanisch nur grob entrostet aber gut mit Fertan behandelt.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_48_06.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_48_49.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_49_26.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_50_07.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_19_03_21_11_50_40.jpeg)

Die ganze Sache hat tatsächlich etwas Gutes - ich finde tatsächlich den Fehler, warum die Bremse einmal gut und das nächste Mal nicht gut funktionierte :): der Unterdruckschlauch vom Motor zum Bremskraftverstärker ist unter der Verkleidung am Unterboden geführt. Dort wird er mit Blech-Schellen am Unterboden befestigt, darüber kommt die Alu-Verkleidung. Eben die hat eine der Schellen, warum und wie auch immer, platt gedrückt und den Unterdruckschlauch abgequetscht. Soll heissen, nach etwas Fahren hat sich am Bremskraftverstärker genügend Unterdruck aufgebaut und die Bremse war gut zu dosieren und gefühlvoll. Dann aber war der Unterdruck nicht mehr ausreichend, weil der Schlauch abgeklemmt war und bei der zweiten, kurz auf den ersten Bremsvorgang folgenden Bremsung war der Bremskraftverstärker quasi ohne Funktion weil nicht mehr ausreichend Unterdruck anlag. Na, wenigstens…!
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: Montedifalko am März 20, 2021, 09:03:45 Vormittag
Hubsy..... wie immer ein ganz großes Werk aus deiner Feder!
Danke für den tollen Bericht!
Ich hoffe, wir können das Resultat irgendwann bestaunen.
Weiterhin gutes Gelingen

Keep us informed ;)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: The Stig am März 20, 2021, 09:26:59 Vormittag
...der geht ganz gut...

https://www.ebay.de/itm/Abbeizer-Grüneck-Power-Kluthe-Lackentferner-Abbeizmittel-Entlacker-2-5kg-GP3000V/193218748597?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2060353.m1438.l2649

...
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 20, 2021, 15:39:21 Nachmittag
Danke für die Blumen - und für den Tipp :)! Ich hoffe, dass ich so schnell nix mehr entlacken muss... schliesslich geht die Story ja noch weiter ;):

Parallel kümmere ich mich um die Kunststoffteile. Die kann ich teilweise mit dem Messer entlacken, den Bitumen auf der Innenseite wasche ich mit Verdünnung aus. Teilweise ist die Reparatur der Teile nötig, also fange ich das Laminieren an. Je mehr ich mich mit dem Material beschäftige desto mehr freunde ich mich damit an. Entscheidend ist tatsächlich, nicht das Presto-Polyester-Material ausm Baumarkt, sondern Epoxy-Qualität für die Industrie zu verwenden. Die stinkt zwar unglaublich nach Katzenschei…  :-\und hat ein lange Aushärtezeit, ist aber sehr viel angenehmer zu verarbeiten als das Polyesterzeugs.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_24_40.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_24_18.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_31_08.jpeg)

Sommer 2018. Endlich rappele ich mich auf und grundiere das Dach. Etwas mulmig ist mir ja schon dabei, angeblich soll Alu ziemlich eigen sein, was den Lackaufbau betrifft. Am Material kann es nicht liegen, wenn irgendwann der Lack hochkommt. Also, ich meine, wenn irgendwann einmal wieder blau auf dem Auto ist… penibel halte ich mich an die Anleitung, abpadden, einen dünnen Auftrag 1K-Grund mit 80% Verdünnung als washprimer, ablüften lassen und erst dann Grundierung drauf. Wird schon schiefgehn…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_16_59.jpeg)

Auf Geheiss von godsey baue ich Verstärkungsbleche, die Anbindung der Längslenker hinten wäre wohl ein Schwachpunkt am dicken Turbo. Schaden können die sicherlich nicht, auch wenn meine Karosserie in dem Bereich noch völlig intakt ist.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_20_44.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_21_19.jpeg)

Alle Blechbereiche, von denen ich denke, dass sie für den Lackaufbau vorbereitet sind werden mit 2K-Füller behandelt. Die Radhäuser zu entunterbodenschutzen ist einen Heidenarbeit, für die es echt viel Leidenschaft braucht. Eine body-off-Restauration mit Tauchbadentlackung ist sicherlich um Welten effizienter und letztlich wohl auch günstiger…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_24_59.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_42_43.jpeg)

Auch die Alu-Heckklappe beschäftigt mich, auch hier ist ordentlich Material drauf. Die Sache mit dem Abbeizer funktioniert so lala, mit viel Geduld liegt das blanke Alu irgendwann vor mir.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_34_11.jpeg)

Die Löcher in der Kennzeichenvertiefung zwischen den Rückleuchten bestätigt, dass das Auto in die Schweiz ausgeliefert wurde – Schweizer Autos haben einen GfK-Aufsatz auf der Heckklappe, die Kennzeichenbeleuchtungen rücken enger zusammen und stehen zusammen mit dem Kennzeichen deutlich steiler als bei Nicht-Schweizer-Autos. Die Kennzeichenbeleuchtungen sind ein weiterer Beweis, die meinen haben ein zusätzliches Masseband.  Ohne die würden die Leuchten auf dem GfK-Aufsatz nicht funktionieren, klar. Wie auch immer, die Löcher haben mich schon lange gestört, jetzt ist die Gelegenheit, sie dauerhaft zu verschliessen. Der örtliche Alu-Schweisser winkt ab, er befürchtet den Verzug der Heckklappe - noch eine kniffelige Aufgabe. Was tun? Zuspachteln ist keine Alternative für mich… der Besuch der RetroClassic zeigt eine Option auf: Löten. Wird das richtige Vorgehen beachtet eine tolle Sache, die Löcher blank machen und etwas nach innen treiben, mit dem Bunsenbrenner auf rund 380°C erhitzen, mit der Drahtbürste die Oxidschicht zerstören und das Lot aufbringen. Solange es noch pastös ist kann es etwas modelliert werden. Nach dem Erkalten ebenschleifen und glücklich sein! Wenn alles richtig gemacht wurde sieht man lediglich, dass das Lot eine andere Farbe hat als das zu reparierende Blech. Ich bin begeistert! Etwas Spachtel zum egalisieren drauf und gut is.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_34_39.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_35_04.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_3_35_28.jpeg)


Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 20, 2021, 21:08:11 Nachmittag
Anfang 2019 steht die erste Anprobe der hinteren Backen an, endlich :)!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_35_52.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_36_16.jpeg)

Passt soweit. Ich bin motiviert, die Lackierung scheint sooo weit nicht mehr entfernt zu sein… Was mir negativ auffällt sind die Schweller, die sind zu kurz und gleichen sich nicht an die Backen an. Mag ich das künftig akzeptieren :-\? Gefallen tuts mir jedenfalls definitiv nicht.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_40_48.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_41_11.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_41_32.jpeg)

Mit dem Ankleben der Backen fällt die Entscheidung, dass ich die Schweller, im Modellbaubereich würde man sagen, ‚supere‘.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_37_30.jpeg)

Mit Hilfe aus dünnem Alublech gebogenen Formen verlängere ich die GfK-Teile wo auch immer nötig und nach dem Aushärten des Harzes werden die Konturen mit dem Winkelschleifer neu herausgearbeitet. Der Eindruck der Karosserie ist durch die sauber angepassten Schweller um einiges kompakter. Gefällt mir, auch wenn ich mich damit doch einiges von Original entferne.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_44_54.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_45_16.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_45_36.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_46_03.jpeg)

Der restliche Unterbodenschutz muss runter, und das ist immer noch einiges… was auch immer noch das eine und andere Rostnest freilegt :(.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_50_29.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_50_52.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_51_20.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_51_40.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_52_01.jpeg)

Gefühlt ist ein Wendepunkt erreicht, als ich die Stösse versiegle. Demnächst geht es mit dem Aufbau des neuen Unterbodenschutz los – endlich :)!
Aber wie kann es anders sein, der zarte Motivationsschub wird durch schlecht reparierte Unfallschäden der Stosstangen flux wieder zunichte gemacht. Ich habe das Gefühl, dass bei der Verkaufslackierung in UK Mexikaner am Werk waren - die seien angeblich ja auch solche Spachtelkünstler…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_57_17.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_8_57_41.jpeg)

So geht es immer weiter, ich repariere GfK-Teile, entroste hier und da, fertane alles blanke Blech und freue mich über jede Partie, die endlich grundiert ist.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_01_29.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_01_57.jpeg)

Bevor auf die Radhäuser Unterbodenschutz kommt trage ich eine hochabriebfeste 2K-Beschichtung auf, mit der normalerweise Ladeflächen von LKWs beschichtet werden. Schaden wird‘s nicht. Wobei ich ermahnt werde, nicht so viel Material aufzutragen. Das schlägt alles nur aufs Gewicht, und ausserdem würde das Auto eh‘ nie wieder Regen sehen. Wenn ich ehrlich bin - ich habe zwar verstanden, was gesagt wurde, aber nicht, was damit gemeint ist... ;D

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_02_25.jpeg)

Dann kommt endlich der graue Unterbodenschutz drauf – und auf einmal ist die Haptik des Blechs eine völlig andere – aus knusprig und fragil wird solide und gesund :).

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_02_48.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_03_12.jpeg)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: The Stig am März 20, 2021, 21:19:08 Nachmittag
....danke Hubsy, da bekommt man wieder richtig Lust was zu machen.
Toller Bericht, toll das Du ihn hier schreibst :)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 20, 2021, 22:06:27 Nachmittag
Der Lackaufbau der GfK-Teile beginnt. Dickschichtfüller schadet immer dann nicht, wenn unterschiedliche Untergründe für den weiteren Lackaufbau egalisiert werden müssen. In meinem Fall ist es die originale Grundierung, GelCoat des GfKs, das teilweise blankgeschliffene GfK und am Übergang der Backen zur Karosserie blankes Blech. Würde ich darauf verzichten besteht die Gefahr, dass das blanke GfK, vor allem das alte GfK, im typischen Krähenfüssen-Muster reisst. Das brauche ich bei einem neu lackierten Auto definitiv nicht. Ausserdem ist der Dickschichtfüller eben auch Füller und lässt sich nach der Durchtrockung sehr gut schleifen.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_15_04.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_18_57.jpeg)

Was hier in ein paar Absätzen mit ein paar Bildern zusammengefasst ist und sich aufm Sofa in ein paar Minuten völlig gechillt liest ist ohne Zeitraffer ein Jahr Arbeit. Zugegeben, mein Jahr besteht nicht nur aus Auto, es gibt noch andere Arbeiten rund ums Haus, Freundschaften wollen gepflegt sein, dem körperlichen Verfall will entgegengewirkt werden und wo wir grad bei der Biologie sind, es lässt sich halt auch nicht leugnen, dass die Regenerationszeit mit jedem Jahr zunimmt :-\.
Aber das tut nichts zur Sache. Teil um Teil kommt Grundierung ans Auto und tatsächlich nimmt auch das Fahrwerk schon Formen – äh, Farbe an.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_19_45.jpeg)

Juli 2020. Bei der ganzen Restauriererei gibt es Arbeiten, um die ich mich drücke, wo es nur geht. Das Entlacken der Einstiege gehört definitiv dazu… obwohl es je Einstieg ‚nur‘ rund 1 ½ Stunden Arbeit sind. Als das Fertan drauf ist steht der Grundierung der Karosserie eigentlich nichts mehr im Weg. Dennoch dauert es weitere 3 Monate, bis die Karosse endlich gleichmässig weiss matt ist und zeigt, ob die ganzen Spachtel- und Schleiforgien eine brauchbare Oberfläche ergeben haben.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_26_50.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_26_25.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_29_40.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_30_04.jpeg)

Auch die Lautsprecherausschnitte in den Türen sollen verschwinden. Wer unterm Auto einen Devil hat hat braucht im Auto keine Musik. Oder besser gesagt, hat eh' nix davon ;). Die Idee, andere Türen ohne Ausschnitt einzubauen ist zwar gut, löst sich bei Sichtung des Materials im Lager in Wohlgefallen auf… Seit bald 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem alten 5er und hab bestimmt über 20 Autos (mit-) geschlachtet – und jetzt das: im Lager finden sich keine Türen, die besser sind als die, die im dicken Turbo verbaut sind, unglaublich! Grmpf :-[… also wird eine alte Tür geopfert, ein entsprechendes Reparaturblech herausgeschnitten und die bestehenden Türen repariert. Wieder zusätzliche Arbeit, was aber auch einen gewissen Charme hat: die Türen passen, sind am Fensterrahmen nicht gerissen und nicht rostig. Nur die Löcher müssen halt zu. Und die Wellen in den Türhäuten weg…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_33_09.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_33_30.jpeg)   

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_33_54.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_34_14.jpeg)

August 2020. Unglaublich ist auch, dass die Schmuggler-Karre nach schlappen 2 ½ Jahren soweit ist, dass sie wieder aus dem Drehgestell raus kann. Die Lackierung scheint in greifbarer Nähe…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_36_48.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_37_10.jpeg)

Eine weitere kniffelige Aufgabe ist der Dachspoiler – weich, wie original, oder hart aus GfK? Puristen mögen mich steinigen wollen, aber nach einigen Gesprächen mit dem Lackierer erscheint es mir die einfachere und langfristig bessere Lösung zu sein, einen festen Spoiler zu montieren. GfK ist so oder so am Auto, und der 2K-Karosseriekleber, mit dem ich arbeite ist so stark und dauerhaft, dass er sogar für die Verklebung tragender Karosserie-Teile verwendet werden kann. Und sowieso, mit den angepassten Schwellern ist das Auto eh‘ nicht mehr original.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_43_29.jpeg)

Und natürlich gibt es anschliessend noch Anpassungsbedarf, klar.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_43_51.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_44_11.jpeg)

Haube einpassen, die letzten Arbeiten vor der Übergabe an den Lackierer.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_46_42.jpeg)

Ach so, der Motorraum ist ja noch gar nicht grundiert ::). Leer ist der Motorraum ja längst, die Arbeit sollte eigentlich schnell gehen. Wenn da nicht das lästige Abkleben wäre…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_48_56.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_49_15.jpeg)

Ein etwas abstraktes Bild, mit dem diejenigen, die Erfahrung mit Karosserie-Reparaturen haben, die Dauer der Reparatur erahnen können:

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_51_35.jpeg)

Hier noch ein Bild, das beweist, dass Zeit und Geduld beim Lackaufbau eine wichtige Komponente ist:

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_9_51_54.jpeg)

Es handelt sich um hochwertigen 2K-Epoxy-Füller, den ich absichtlich im Mischbecher eintrocknen habe lassen. Das Material schrumpft um bestimmt 15% bis die Aushärtereaktion vollständig vollzogen ist. Wenn beim Lackaufbau zu früh geschliffen wird ist die Oberfläche glatt und eben. Die anschliessende Lackierung sieht zunächst super aus, aber nach einer Woche schrumpft unter dem Lack der Füller - der Füller 'fällt ein' und die Oberfläche ist dahin.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 20, 2021, 22:41:09 Nachmittag
November 2020. An einem trockenen Samstag morgen verlade ich die Karosserie auf den Anhänger und karre sie zum Lackierer. Jetzt geht es womöglich ganz schnell und aus weiss-matt wird blau-glänzend :)!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_09_45.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_10_05.jpeg)

Aber die Arbeit geht weiter – all das, was im Moment noch ranzig und rostig ist und irgendwann wieder ins Auto rein kommt soll zum glänzenden Häuschen passen. Verzinkte Kleinteile beispielsweise passen gut :)!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_11_52.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_12_18.jpeg)

Die Fotostory vom Tankdeckel kennt ihr ja schon, die vom Kupplungspedal auch. Fahrwerkskomponenten zusammenbauen macht mit frisch überholten Teilen richtig Spass :)!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_14_28.jpeg)

Klaus, seines Zeichens erfahrener Werbetexter und penibler Restaurator vorwiegend von Zweirädern und in meinen Augen nichts geringeres als ein handwerkliches Genie, übernimmt die letztliche Vorbereitung der Karosserie und Karosserieteile. An sich ist es geplant, dass ich an der Lackiervorbereitung nicht mitarbeite. Also, zumindest von mir ::)… Aber es kommt halt immer anders als geplant. So hab ich einmal mehr den Schleifklotz in der Hand und schiebe das 80er Papier über den Dickschichtfüller…

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_17_25.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_17_48.jpeg)

Parallel arbeite ich verschiedene Kleinteile auf, und von denen gibt es einige, Scheinwerferhalter, alle möglichen Beleuchtungskomponenten, Scharniere, Fensterheber, Ventildeckel, Scheibenwischermotor, Heizungsgehäuse undsoweiterundsofort – die Teile und Komponenten nehmen kein Ende.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_20_33.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_20_52.jpeg)

Und immer wieder bin ich beim Schleifen dabei :-[.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_21_14.jpeg)

Nein, so war es wirklich nicht gedacht: Ich sehe mich beim Füller-Nass-Schleifen ???… aber ok, Januar ist mein Job-Sabbatical und ich habe ja Zeit dafür.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_24_59.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_25_22.jpeg)

Wie das Auto final gefüllert ist lässt sich formseitig recht gut erkennen, wie es einmal aussieht, wenn es lackiert ist. Ein weiteres Mal abkleben, dieses Mal, damit die Radhäuser sowie Front- und Motorraum schon auslackiert werden können.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_44_26.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_27_32.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_27_52.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_28_14.jpeg)

Pedanten werden den Farbton kritisieren – der ist für 625 gris galaxie womöglich einen Tacken zu kräftig. Aber, wie ich finde, richtig schön. Und genau deshalb bleibt der Lack wie er ist. Originalität hin oder her. Sind eh‘ schon so viele Sachen, die nicht mehr Original sind.
Gedanklich beschäftige ich mich schon mit dem Zusammenbau. Frontscheibe einkleben… Heureka, die Idee :D!: Nach einem Test an einer alten Seitenscheibe klebe ich die Frontscheibe innen 15mm von der Kante ab. Damit geht’s zum Sandstrahler, der den Bereich mit Korund aufraut. Klaus, der auch einschlägige Erfahrung mit allen möglichen Faser-Verbundwerkstoffen und Harzen hat trägt schwarz eingefärbtes Harz auf. Dieses hat eine enorme Adhäsion auf Glas, erst recht auf aufgerautem. Scheibenkleber haftet auch sehr gut darauf. Und von aussen sieht es aus wie es sich gehört.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_32_03.jpeg)

Und wieder schleifen, 400er, 800er, 1000er, 1200er und final 2000er. 3 Samstage lang :(. Ich mag nicht mehr!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_32_32.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_33_00.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_33_23.jpeg)

Dagegen ist die optische Überholung des Motors eine richtige Wohltat :). Und der Umbau des rechten Aussenspiegels auf elektrische Verstellung eine willkommene Bastel-Abwechslung.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_36_29.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_10_36_47.jpeg)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 20, 2021, 23:53:59 Nachmittag
Heute sehe ich einen Meilenstein als erreicht: Karosserie und bewegliche Teile sind lackiert :)! Wenn mir der Farbton in Front- und Motorraum wie auch auf verschiedenen Kleinteilen zu kräftig erscheint muss ich heute sagen: nö, das stimmt nicht. Richtig ist, dass der Lack bei spitzem Blickwinkel sehr dunkel erscheint. Blickt man aber ungefähr im 90° Winkel darauf ist der Farbton genau so, wie ich ihn in Erinnerung habe. Und dabei kommen mir die anderen Metallic-Farbtöne vom dicken Turbo in den Sinn: das rouge grenade, das bleu olympe, das Perlmutt-Weiss und auch das dunkle Blau vom Turbo2 - alle sind es besondere Metallic-Töne, die erst auf den zweiten Blick ihre Raffinesse zeigen. Beim bleu olympe und beim Dunkelblau (heisst es bleu navy?) glitzert es in der Sonne grün, und die dunklen Turbo2 sind bei wenig Licht fast schwarz. Im rouge ist auch ein schöner metallic-Effekt drin, ich meine, ich hätte da mal gelb oder gold drin gesehen. Das Perlmutt ist eh' der Effektlack aus den frühen 1980ern schlechthin. Und das 625 gris galaxy reiht sich in diese Effektlacke ein: bei frontaler Betrachtung fast silber, und unter spitzem Blickwinkel wirkt es gletschereisblau :).

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_30_20.jpeg)

Letztlich bringt es die originale 625 gris galaxy-Heckklappe von godsey ans Licht. Die wirkt bei verschiedenen Lichtverhältnissen silber oder gräulich-blau. Halte ich die Traverse für unter die hintere Stosstange, die ich schon fertig lackiert hier habe, daneben ist der Farbton je nach Lichteinfall und Blickwinkel gleich oder eben nicht. Für mich passt alles.

Aber was spanne ich euch auf die Folter, hier sind die Bilder :):

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_36_16.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_37_04.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_36_43.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_37_29.jpeg)

Und die beweglichen Teile :)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_41_00.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_41_25.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_20_03_21_11_41_48.jpeg)

So, genug für heute und zunächst genug von mir. Ich hätte nie gedacht, was es für eine Arbeit ist, ein Auto bis zur Lackierung vorzubereiten - es ist eine unvorstellbare Heiden-Arbeit! Erst Recht dann, wenn man es nicht regelmässig macht und keine Erfahrung hat. Der Weg bis zur glänzenden Oberfläche ist gesäumt von Unvorhergesehenem, von Rückschlägen und von Nochmalmachenweilistnichtgutgenug. Und wenn man es nur nebenher macht. Ich freue mich jedenfalls darauf, wenn die Karosserie wieder in der Werkstatt steht und Schritt für Schritt eines ums andere wieder ans Auto kommt. Nicht nur, dass das Auto dann fertig wird sondern auch, dass die Klamotten endlich nicht mehr in der Werkstatt, im Lager, im Keller, im oberen Stock und sonst wo rumfliegen.
Wie's weitergeht ist an sich klar: kommende Woche kommt die 2. Schicht Klarlack auf die Karosserie. Dann wird der Dachspoiler eingeklebt und in bleu 496 abgesetzt. Ebenso werden die 'TURBO'-Schriftzüge auf den Türen und der Heckscheibe mit Masken eingeklebt und lackiert. Ja, ich habe mich fürs lackieren entschieden ::), ganz einfach deshalb weil es geht und weil es geil ist 8)! Und das schöne daran: Farbton und Glanzgrad passen zu 100% zu den Anbauteilen - mit geklebten Lettern nicht möglich. Originalität hin oder her ;).

Stay tuned, euer LeCar5 :)

Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 21, 2021, 00:09:21 Vormittag
Und btw, falls sich jemand fürs Material interessiert: für ober am Auto habe ich überwiegend Mipa-Produkte immer in 2K-und zumeist in Epoxy-Qualität verwendet. Der Basislack ist Mipa BC Zweischicht-Basislack (verdünnungsbasiert, nicht auf Wasserbasis), Klarlack ist der CS85 kratzfest. Einzig der seidenmatte Lack für die Anbauteile ist von Deltron.
Für unten am Auto war ich recht leger, da gibt es den 2K-Kline Body Guard und den Würth 1K-Unterbodenschutz grau. Der Waschprimer für die Alu-Teile ist die 1K-Grundierung 400 vom Korrosionsschutz-Depot, der weisse Füller ist die 2K-Epoxy-Grundierung 600 auch vom Korrosionsschutz-Depot. Die graue wiederum ist Mipa F54. Spachtelmassen waren Mipa E90 (2K-Exopyspachtel) sowie P99 Multi-Star. Alle Produkte sind qualitativ sehr hochwertig und sind gut zu verarbeiten. Es macht Sinn, beim Lackaufbau Produkte von ein und demselben Hersteller zu verwenden.

CU, LeCar5
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: Timmy671 am März 21, 2021, 13:50:23 Nachmittag
Sehr schön, dass das mit dem Lack so gut geklappt hat. Unser Freund aus dem Elsass mit seinem T2 in der gleichen Farbe hatte weniger Glück.
Sein Fahrzeug wurde drei mal lackiert bis der Farbton gepasst hat. Bei jedem Lackhersteller sah der Lack anderst aus, vor allen dingen gab es große unterschiede zwischen den lackierten Probeplättchen und dem fertig lackierten Auto.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: Joe005 am März 22, 2021, 00:51:21 Vormittag
Servus,
Auf meinem ist auch der Lack von Mipa drauf. Ich meine eine gute Wahl.
Ich habe mich aber gegen den Klarlack entschieden.
Genau der Klarlack das war das Problem bei unserem Bekannten aus dem Elsaß. Je nach Farbe verursacht der Klarlack eine leichte Farbverschiebung, meist ein Gelbstich.

Dass die Lackierung so aufwendig und Zeitraubend werden würde habe ich damals auch unterschätzt. Aber es zahlt sich aus alles richtig trocknen zu lassen bevor man den nächsten Schritt macht.
Auch bei GFK Teilen ist dies sehr wichtig, sonst werden diese wellig.

Das mit den Schwellern find ich geil. Der Abschluss hatte mich auch immer gestört, vor allem, dass die eine Seite kürzer ist als die andere. Ich war halt nur konsequenter mit dem Beseitigen mir unstimmiger Stellen...

@Lecar5: Geile Arbeit und klasse geschrieben.

Gruß
Joe005

Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: meahb am März 22, 2021, 08:20:05 Vormittag
Hubsi, das kommt mir alles so bekannt vor! Achte vor allem auf Masse- und überhaupt Stromkabel. Ein Übel das mich nach 16 Jahren gerade einholt!!....Weiter viel Freude und vor allem Vorfreude auf das fertige Philipps Auto!  :)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: godsey am März 22, 2021, 09:16:04 Vormittag
Moin,

ich hatte ähnliche Probleme mit dem Farbcode 405 bleu olympe. Farbmuster von 4 verschiedenen Lackherstellern haben auch nicht annähernd gepasst.

Das Auto wird wunderschön, das ist keine Frage. Aber ich meine, das waren damals halt billig zusammen genagelte Kisten, warum sollten da plötzlich die Schweller besser passen als damals?

Neulich wollte ich ein paar Lackteile abholen, da erklärt mir der Lacker, die Motorhaube müsse noch mal gemacht werden, weil sie Wellen aufweise. Ich hab nix gesehen... Dann hab ich ihm erklärt, wie ich Spaltmaße prüfe: Zeigefinger darf rein gehen, Daumen ist zu viel. Dann hab ich das Zeug mitgenommen.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: aut-clan am März 22, 2021, 17:19:26 Nachmittag
Hubsi, geiler Bericht und tolle Arbeit. Hut ab👍
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: le dragon am März 23, 2021, 14:33:41 Nachmittag
Sehr geil Hubsy. 8)
Freue mich schon auf das Auto.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: Alpine Gr. 2 am März 23, 2021, 16:29:47 Nachmittag
Hubsi, geiler Bericht  ....  und saubere Arbeit, einfach spitze, beides   8) ;D 8)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: Legend Turbo Nr.5 am März 23, 2021, 18:34:56 Nachmittag
Super Hubsy,wie immer sehr ausführlich und macht Spass es zu Lesen.Tolle Arbeit und es muss nicht immer alles bis zum Punkt original sein.Ab dem 50en Lebensjahr sieht man das ganze von einem anderen Blickwinkel.Weiter so Hubsy :) ;)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 26, 2021, 22:38:56 Nachmittag
Im einem anderen Threat haben wir ja grad das Reparatur Spiegelsockel und Verstärkung in den Türen (der hier: https://www.renault5turbo.de/forum/index.php?topic=4552.0) - hier mein Beitrag zum Thema Rückblick ;):

Der Umbau des rechten Spiegels auf elektrische Verstellung war eine Bastelei, neben etwas Geduld braucht's dazu einen linken elektrischen Spiegel, einen rechten manuellen Spiegel, einen Fein Multimaster und den bombigen Karosserie-Kleber. Mit etwas handwerklichem Geschick ist die Arbeit gut machbar. Handwerkliches Geschick reicht aber nicht aus, um ein rechtes Spiegelglas zu bauen. Das Glas des manuellen Spiegels ist deutlich grösser als das eines mit elektrischer Verstellung, auch wird das manuelle Glas ganz anders befestigt als das für den elektrischen. Überlegungen, das Glas kleiner zu schleifen habe ich schnell wieder verworfen, 3 mm Glas runterzuschleifen wäre auch bei dem kleinen Glas eine Heiden-Arbeit. Und sowieso - alle mir zur Verfügung stehenden Gläser sind blind und fleckig und ranzig, so dass ich sie nicht mehr verbauen möchte.

Über die Bucht stosse ich auf die Firma ASG Technik in Bremen (https://www.asgtechnik.de/). Die bieten alle möglichen Spiegelgläser an, eine Anfrage wird prompt beantwortet. Vitaloni Tornado ist dort zwar weder bekannt noch geläufig, aber ich wäre dort in jedem Fall richtig. Nach einem kurzen Telefonat schicke ich meine Gläser als Muster hin und erhalte die Antwort, dass sie mir die Spiegel samt Befestigung ümmt . Ok, hört sich gut an :). Heute, 4 Wochen und ein Telefonat später sind die Gläser angekommen. Auf den ersten Blick sehen sie richtig gut aus, sphärisch, also richtig gekrümmt wie die originalen, blau getönt, und die Anbindung an den Motor sieht auch gut aus - prima, das wird gut :)! Müssten eigentlich schnell eingebaut sein.
Sind sie auch fast. Das linke Glas sitzt zu tief im Spiegelgehäuse, und klar, an die zerstörungsfreie Trennung von Glas und Grundplatte ist nicht zu denken. Also bearbeite ich die Befestigung des Motors im Gehäuse nach, so dass ich Motor samt Glas etwas nach oben ausrichten kann. Das rechte Glas sitzt auf Anhieb gut. Das Ergebnis ist sind zwei weitere Komponenten, die ich in Kartons verpacke und mich dabei auf den Anbau ans Auto freue :).

Die beiden unteren Gläser sind die alten, darüber die Nachbauten:

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_26_03_21_9_52_14.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_26_03_21_9_52_39.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_26_03_21_9_53_00.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_26_03_21_9_53_18.jpeg)
 
Über Geld spricht man nicht, drum schreib ichs 8): klare Gläser hätte ASG für irgendwas um 15 EUR standardmässig im Programm, die blauen waren Einzelanfertigungen und schlagen mit 35 EUR je Glas zu Buche. Die halten aber wieder 40 Jahre, von dem her geht der Preis völlig in Ordnung. Erst Recht deshalb, weil ich mich aufgrund der blauen Tönung dagegen entschieden habe, den Turbo auf H-Kennzeichen zuzulassen. Die Erklärung ist einfach ;): der blaue Balken des H-Kennzeichens wäre neben 625 gris galaxie, 496 bleu olympe und den blauen Spiegelgläsern der 4. Blau-Ton am Auto - das braucht kein Mensch. Also bleibt der Turbo auf der roten 07er und ich spar mir die individuelle Versicherung, die individuelle Steuer und alle 2 Jahre die TÜV-Prüfung. Controller UND Schwabe - eine ganz komische Mischung, glaubt mir ;D!
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 26, 2021, 22:53:46 Nachmittag
Sorry - nicht irgendwas um 15 EUR werden für die klaren Gläser aufgerufen, sondern 21:
https://www.ebay.de/itm/Au%C3%9Fenspiegel-Spiegelglas-Ersatzglas-Renault-Alpine-A310-ab-1980-Vitaloni-Li-sph%C3%A4/323801244410?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2060353.m1438.l2649
CU, LeCar5
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: godsey am März 27, 2021, 09:16:07 Vormittag
Schnucki, ich glaub, du solltest deine Bilder echt noch mal anschauen, bevor du sie postest. Das Auto wird zwar nach der Restauration wie neugeboren aussehen, aber das ist kein Grund, dem Kleinen babyblaue Spiegel dran zu hängen. ;) Ich hoffe echt, dass das Bild nichts mit der Realität zu tun hat, sonst rücke ich nach Fertigstellung mit der 496er Spraydose an. Ohne Abkleben! >:D
PS: Kannst ihn trotzdem H-zulassen, den blauen EU-Balken hat das 07er auch...

Für das blaue Balken Problem gibt es eine Lösung:

https://www.ebay.de/itm/383077770860?chn=ps&norover=1&mkevt=1&mkrid=707-153316-537668-3&mkcid=2&itemid=383077770860&targetid=4583382956417151&device=c&mktype=&googleloc=&poi=&campaignid=376647840&mkgroupid=1276533690705791&rlsatarget=pla-4583382956417151&abcId=9300503&merchantid=87778&msclkid=f8b134337aba16b86f30546d9708c9de

Ich meine aber, die Strafen dafür sind nicht von Pappe. Aber hey, Styling geht über Gesetzestreue, oder?
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: godsey am März 27, 2021, 09:35:24 Vormittag
.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am März 27, 2021, 20:57:21 Nachmittag
Calm down, Purzel, der Farbton passt, nur hat die Kamera mit den Lichtverhältnissen Schwierigkeiten ;). Auch die Stossfänger sind nicht ideal aufgenommen, blau auf blauem Teppich...

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_27_03_21_8_51_21.jpeg)

Das Auto ist für die 2. Schicht Klarlack vorbereitet:

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_27_03_21_8_52_54.jpeg)

Und so sieht's aus, wenn die Schriftzüge lackiert statt geklebt werden:

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_27_03_21_8_53_14.jpeg)

Stay tuned, LeCar5
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 06, 2021, 20:45:00 Nachmittag
Hier gibt's mal wieder etwas neues :): Was mich immer schon gestört hat war, dass beim Blick in die Radhäuser, vor allem hinten, die nicht schöne Innenseite der Stossfänger sichtbar war. Innenradhäuser wären natürlich perfekt, aber ganz so oversized muss es auch nicht sein. Lackieren reicht.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_8_29_15.jpeg)

Farbton entspricht dem dem Unterbodenschutzes, Vorteil ist eindeutig das sauberhalten. Originalität und Gewicht hin oder her.

Mit einer eben kurz zusammengeleimten Form laminiere ich eine U-Schiene.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_8_29_41.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_8_31_10.jpeg)

Wenn das Harz noch nicht ganz ausgehärtet ist lässt sich das Material prima mit einem Teppichmesser schneiden. Danach aber muss die Kreissäge ran.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_8_31_32.jpeg)

Und wozu der Aufwand ????

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_8_31_57.jpeg)

Eigentlich ganz einfach :D - ich will künftig einfach das Gitter in den Kühlluftöffnungen der vorderen Stossstange nicht mehr kleben oder harzen, weil es durch Vibration bricht.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_8_32_24.jpeg)

Btw: ich hab irgendwo mal aufgeschnappt, dass gelbe Fernscheinwerfer in D nicht zulässig wären. Die ganzen Clio 16V Anfang der 1990er-Jahre hatten aber alle gelbe Fernscheinwerfer. Wie passt das zusammen?
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 06, 2021, 20:59:14 Nachmittag
Die Heckklappe ist fertig lackiert :). Der direkte Vergleich mit einer originalen Heckklappe in 625 gris galaxie lügt nicht: der Farbton ist etwas zu kräftig.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_8_57_08.jpeg)

Who cares 8)?
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: r8220 am Mai 06, 2021, 20:59:26 Nachmittag
Nebelscheinwerfer, das beim Clio A waren Nebelscheinwerfer.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: r8220 am Mai 06, 2021, 21:03:42 Nachmittag
Also so schlecht find ich jetzt den gris galaxie nicht meine alte frisch lackierte Alpine wirkt auf den Bildern ähnlich.  :)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 06, 2021, 21:04:52 Nachmittag
Nebelscheinwerfer, das beim Clio A waren Nebelscheinwerfer.

Stimmt - das waren Neblers... sei's drum - Fernscheinwerfer machen am dicken Turbo deutlich mehr Sinn als Nebler. Und gelb solls schon sein, ein bisschen Farbe zu all dem blau ;). Die Rennleitung wird sich am Auto schon für andere Dinge interessieren, die Zusatzscheinwerfer werden bestimmt nicht beanstandet ;).
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 06, 2021, 21:07:02 Nachmittag
Also so schlecht find ich jetzt den gris galaxie nicht meine alte frisch lackierte Alpine wirkt auf den Bildern ähnlich.  :)

Ich habe deine 310er blasser in Erinnerung als das, wie mein Dicker jetzt lackiert ist. Zugegebenermassen habe ich dein Auto aber auch nur ein Mal gesehen, das war an der TurboFever als die Lichtverhältnisse nicht die besten waren...
Titel: The boy's back at home!
Beitrag von: lecar5 am Mai 06, 2021, 21:18:20 Nachmittag
Letzte Woche war es endlich soweit - the boy's back at home :)!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_9_11_13.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_9_11_30.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_9_11_49.jpeg)

Das hier war mir wichtig:

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_9_12_06.jpeg)

Die Jungs haben eine tolle Arbeit abgeliefert, was ich jetzt nochmal mehr schätze, da ich weiss, was es für eine Heiden-Arbeit ist, so eine Karosserie zu lackieren. Und man darf nicht vergessen: Berthold, der eigentliche Lackierer ist weit über 70, Klaus, der vieleviele Details in der Vorbereitung übernommen hat hat mittlerweile den 6er deutlich überschritten. Von dem her nochmals mehr: Respekt, Männer, tolle Arbeit :)! Und falls Fragen aufkommen: die Tropfen sind Wasser, es hat geregnet, als der Bub heimkam.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 06, 2021, 21:34:05 Nachmittag
Was an sich klar war ist, dass mit der lackierten Karosserie ein Motivationsschub einsetzt. Und obwohl ich von den Lack-Guys mehrfach die eindringliche Empfehlung bekommen habe, die lackierte Karosserie 8 Wochen ruhen zu lassen kann ich nicht an mich halten und räume schon mal die Heckklappe beiseite ::)...

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_9_32_04.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_06_05_21_9_32_26.jpeg)

Wiederum btw: der lackierte Schriftzug auf der Scheibe verändert die Haptik der Scheibe doch recht deutlich. Da die lackierte Fläche zunächst glasperlengestrahlt wurde ist steht der Schriftzug jetzt leicht hinter der Oberfläche zurück - statt wie bislang durch die aufgeklebte Folie hoch. Der Wischer sollte jetzt eigentlich über den Schriftzug wischen können, ohne ihn abzuschaben. Und weiterhin hat sich der Klang der Scheibe verändert, ich habe das Gefühl, dass die strahlerei die Oberflächenspannung der Scheibe zerstört hat. Beim Einbau jedenfalls hat sie sich ziemlich schlabberig angefühlt...
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: godsey am Mai 07, 2021, 07:22:44 Vormittag
Wenn Joes Green Monster der T3 ist, dann wird der hier der T1.1. Beeindruckend!

Aber leider, leider wird damit das nächste Auto seinem eigentlichen Bestimmungszweck entzogen. Der Kleine kriegt nie wieder auf die Fresse, wetten?

Und weiterhin hat sich der Klang der Scheibe verändert, ich habe das Gefühl, dass die strahlerei die Oberflächenspannung der Scheibe zerstört hat.

Ich glaub nicht, dass das möglich ist. Wenn du bei einer Sekurit Scheibe die Oberflächenspannung zerstörst, hast du nur noch Krümel.
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: godsey am Mai 07, 2021, 07:35:38 Vormittag
Btw: ich hab irgendwo mal aufgeschnappt, dass gelbe Fernscheinwerfer in D nicht zulässig wären. Die ganzen Clio 16V Anfang der 1990er-Jahre hatten aber alle gelbe Fernscheinwerfer. Wie passt das zusammen?
Die Rennleitung wird sich am Auto schon für andere Dinge interessieren, die Zusatzscheinwerfer werden bestimmt nicht beanstandet ;).

Ich hab auch Zweifel, ob die Rennleitung Nebel- und Zusatzfernscheinwerfer unterscheiden kann, aber verboten sind gelbe Fernlichter definitiv:

https://www.bussgeldrechner.org/gelbe-scheinwerfer.html#:~:text=Gelbe%20Scheinwerfer%20sind%20verboten%2C%20aber%20gelbe%20Nebelscheinwerfer%20ziehen,nicht%2C%20allerdings%20m%C3%BCssen%20Sie%20mit%20einem%20Bu%C3%9Fgeldbescheid%20rechnen.

An dem Auto kann und wird die Ordnungsmacht gar nix bemängeln, was auch?
(Ich hoffe ja inständig, dass du nicht wieder den blöden Devil montierst)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: Turbo_Cevennes am Mai 07, 2021, 15:43:58 Nachmittag
Das mit den gelben Scheinwerfern (Fern und Nebelscheinwerfer) hab ich mal bei meinem TüV nachgefragt, bevor meiner in Deutschland zugelassen wurde. Der sagt wiederum, daß diese bei französischen Oldtimern erlaubt sind wenn sie damals schon so verbaut wurden. Darum hab ich unten auch gelbe Fernscheinwerfer montiert.
Gruß Martin
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 22, 2021, 16:52:44 Nachmittag
Die Türen sind für den Einbau konfektioniert  :).

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_22_35.jpeg)

Der Einbau an sich ist keine grosse Sache, Werkzeug und Befestigungsmaterial bereitlegen, die Tür auf einen Wagenheber setzen und zur A-Säule buxieren. Etwas aufwändig ist ist natürlich die sorgfältige und vorausschauende Arbeit, schliesslich sollen die neu lackierten Teile ja nicht gleich wieder verschrabbelt werden.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_24_20.jpeg)

Und eigentlich sieht das Ergebnis richtig lecker aus:

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_24_41.jpeg)

Wenn da, jaaaa, wenn da nicht auf einmal am unteren Ende der A-Säule Lack-Krümel liegen würden :-\... Och, nich so schlimm, das ist der Lack, der sich jetzt von den Scharnieren löst, das hört auf. Aber nein, das ist es nicht :(... es ist das untere Gelenk, das beim Schliessen der Tür von innen gegen den Kotflügel drückt und den nach aussen wölbt :(. Verdammt, jetzt rächt sich, das da letzten September der Kotflügel nochmal ab war!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_22_03.jpeg)

Die Türen waren ganz bewusst die letzten beweglichen Teile, die ich von der Karosserie genommen habe. Die Türen waren mein Fixpunkt, an denen ich die hinteren Kotflügel beim ankleben ausgerichtet habe. Und die Türen waren sowohl an der vorderen Kante als auch in der Fläche die Teile, an denen sich die Montage der vorderen Kotflügel orientiere. Erst als die 4 Kotflügel wieder befestigt waren hab ich die Türen rausgenommen. Dann aber, bei der Dachspoilermontage ist es deutlich geworden, dass der rechte Kotflügel zu tief sitzt. Und gezwungenermassen habe ich den Kotflügel nochmals abgenommen und etwas höher positioniert wieder neu befestigt - in die gleichen Nietlöcher im Schweller! Und das war wohl doch nix :(... Ok, bloss nicht mehr allzu häufig bewegen, ich muss mir etwas einfallen lassen, so kann und mag ich das nicht lassen. Kotflügel am Schweller nochmals ab und mehr nach aussen setzen? Der ist nicht nur vernietet sondern auch verklebt, das wird nix ohne kein flächigen Flurschaden anzurichten. Einfach lassen? Weiss nicht, mir sieht es so aus, als dass sich das Gelenk durch das GFK durcharbeitet. Die Tür weiter nach hinten setzen? Aber die Spaltmasse passen doch soweit... mit einer kurzfristigen Entscheidung wird das nix, da muss ich eine Nacht drüber schlafen.

Jedenfalls bau ich den Schweller an. Und schwupps - sieht's schon wieder mehr nach Auto aus :)!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_44_39.jpeg)

Spaltmasse passen hinten

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_44_56.jpeg)

und vorne auch :D

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_45_14.jpeg)

Auf dem letzten Bild sieht man etwas, wie sich das Gelenk durch den Kotflügel durchschabt.

Links das gleiche Spiel, hier passt alles auf Anhieb :D. Eigentlich klar, hier haben die Teile im Rohbau ja schon gut zusammen gepasst.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_49_57.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_50_46.jpeg)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 22, 2021, 17:13:55 Nachmittag
Es hilft nix, so mag ich die rechte Tür nicht lassen. Also nochmals raus. Mit der Idee, das Gelenk etwas zu kürzen bzw. die Kante, die drückt, etwas abzurunden. Vorher natürlich durch den Türspalt mit Edding markieren, wo ich möglichst etwas wegmachen muss.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_57_21.jpeg)

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_57_42.jpeg)

Und mit einem Heiden-Respekt und hochkonzentriert spann ich die 24er-Fiberscheibe auf den Winkelschleifern und futschle mit gaaanz viel Gefühl und nochmehr Geduld das Gelenk runter ???. Glaubt mir, das ist echt gar kein gutes Gefühl, an den frisch lackierten Teilen mit dem kreischenden Winkelschleifer zu hantieren! Feile, Säge und Co hab ich zwar in Erwägung gezogen, wegen der hin- und herwacklerei der Tür auf den Böcken wieder verworfen. Ruck-zuck wäre die Tür von den Böcken gefallen, dann ist die Kacke auch am dampfen. Dann lieber den Winkelschleifer und minimal-invasiv, der hierbei entstehende Schaden könnte vielleicht ein Spot-repair-Mensch wieder richten.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_58_05.jpeg)

Aber es geht alles gut :)!

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_4_58_25.jpeg)

Grundierung noch drauf und wieder rein ins Auto. Dieses Mal passt alles :D! Einzig vielleicht, dass der Kotflügel um unteren Bereich gegenüber der Tür nun etwas zurücksteht. Das nehm ich aber gerne in Kauf, solange Teile nicht aneinander schrabbeln.

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_5_07_56.jpeg)

Spiegel an die Türen montieren und Scheinwerferträger reinnieten sind zwar nur 8 Worte, aber die können ganz schön hinhalten. Gegen 2 Uhr morgens ist dann endlich Feierabend. Äh, -morgen ;).

(https://www.renault5turbo.de/forum/gallery/21_22_05_21_5_10_46.jpeg)
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: godsey am Mai 22, 2021, 20:41:18 Nachmittag
Oh Mann,
ich glaub, da bin ich echt froh, das nur im Netz zu lesen und nicht live dabei gewesen zu sein. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie die Stimmung war. Interessant zu sehen, dass du beim Zusammenbau eine völlig andere Reihenfolge wählst als ich. Ich arbeite von innen nach außen, du andersrum...
Titel: Re: Ein hartes Bremspedal ist nicht das, wonach es aussieht. Oder: Ein langer Weg.
Beitrag von: lecar5 am Mai 23, 2021, 11:33:16 Vormittag
Interessant zu sehen, dass du beim Zusammenbau eine völlig andere Reihenfolge wählst als ich. Ich arbeite von innen nach außen, du andersrum...

Deine Vorgehensweise ist in jedem Fall die sinnvollere, da gibt's nichts zu diskutieren. Der wirklich treibende Grund, warum ich die beweglichen Teile schon montiert habe ist einzig, dass die Klamotten endlich nicht mehr im Weg rumstehen. Hätte ich irgendwo den Platz, wo ich die Teile sicher lagern könnte würde ich auch von innen nach aussen arbeiten.

CU, LeCar5