Autor Thema: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder  (Gelesen 25479 mal)

Offline godsey

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #10 am: Mai 08, 2015, 19:24:54 Nachmittag »
Hi,

Die Distanzringe von Renes 5T Felgen waren auch schon aus GFK. Und neulich habe ich sicherlich 25 Jahre alte Teile aus Berlin in demselben Material gekauft.

Zum Thema Dichtmasse: Ich habe beim Zusammenbau von Renes Felgen ebenfalls einen Versuch mit Hylomar gemacht. Leider mit niederschmetterndem Ergebnis! Durch die Dichtmasse wurde die Dichtung zu rutschig, so dass sie nicht komprimiert wurde, sondern aus dem Spalt fluppte. Nach zig Versúchen habe ich dann aufgegeben und die Dichtung weggeschmissen.

Eigentlich sollten die Gfk-Ringe zuverlässig verhindern, dass die Anschraubflansche der Schüsseln verzogen werden... Ich hab da noch nie Probleme gesehen...

CU
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Offline R5T2

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #11 am: Mai 08, 2015, 19:41:21 Nachmittag »
Soweit ich mich erinnern kann sind die Ringe nur dazu da Platz für den Pfrofilgummiring zu schaffen und den Gummiring in der richtigen Position zu halten.
Wenn der Reifen aufgepumpt wird sollten sich die Dichtringe an den Felgenbetten anlegen.
Bei arg lädierten Schüsseln oder morschen Dichtringen reicht das natürlich nicht um die Luft zu halten.

Dichtmasse auf den Flächen kann das Problem nicht lösen, dafür ist der Abstand zwischen den Schrauben zu gross.

Mein Tip, der natürlich nicht zur Nachahmung empfohlen wird:
Felgen ohne Dichtmasse und gut entfettet zusammenbauen und anschliesend, wie auf dem Bau, eine schöne Kittfuge zwischen den Felgenbetten ziehen. (Bitte keinen nach Essig stinkenden Sanitärkitt verwenden. Das Aluminium könnte allergisch darauf reagieren.)
Vor der Reifenmontage muss der Kitt oder Kleber genügend fest werden, dass er nicht durch den Luftdruck wegfliessen kann.



Offline turbozwei

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #12 am: Mai 08, 2015, 21:16:47 Nachmittag »
Mein Tip, der natürlich nicht zur Nachahmung empfohlen wird:
Felgen ohne Dichtmasse und gut entfettet zusammenbauen und anschliesend, wie auf dem Bau, eine schöne Kittfuge zwischen den Felgenbetten ziehen.
Genauso hab ich es auch gemacht... mit Hylomar  ::)...hält seit 20 Jahren dicht !

Und da ich grad schon dabei bin lass ich den alten Satz Schrauben meiner überholten Felgen einfach gleich mitmachen...
Vorsicht, Hubsy ! Solche hatte ich auch mal drin, da sind mir mit schöner Regelmässigkeit die Schraubenköpfe um die Ohren geflogen  :o !!! Mit den breiteren Köpfen war sofort Ruhe.

Was mich natürlich brennend interessieren würde: Welche Sheriff-kompatiblen Reifen /-grösse /-marke gedenkt denn der Besitzer auf diese superschönen Felgen zu montieren ??
Viel zu wenig Zeit...

Offline tempusfugit

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #13 am: Mai 08, 2015, 21:29:34 Nachmittag »
Was mich natürlich brennend interessieren würde: Welche Sheriff-kompatiblen Reifen /-grösse /-marke gedenkt denn der Besitzer auf diese superschönen Felgen zu montieren ??

Wahrscheinlich diese:
http://www.renault5turbo.de/forum/turbos-und-umbauten/reanimation-nach-22-jahren-3078/360/

Offline r8220

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #14 am: Mai 08, 2015, 21:35:44 Nachmittag »
Sheriff konform ist so ein komisches Wort vorn (erstes Bild der Reifen im Vordergrund) passt das ja aber hinten.  ::)
« Letzte Änderung: Mai 08, 2015, 21:38:34 Nachmittag von r8220 »
Turbofever

Offline lecar5

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #15 am: Mai 09, 2015, 22:08:47 Nachmittag »
Da wir es gestern vom Richten der verformten Anschraubflächen hatten: Nach dem Schraubenbrett und der Gewindestange für die Unterlegscheiben mittlerweile das dritte 'Spezialwerkzeug':



Multiplex 22mm auf Platte 28mm, natürlich geschraubt UND geleimt - Schreiner eben ;). Die beiden eng stehenden Klötze entsprechen ungefähr dem lichten Abstand zwischen zwei Schraublöchern. Schüssel auflegen und mit Hammer zwischen 200 g und 2 kg mit viel Gefühl die Flächen bearbeiten :). Wenns zu viel Gefühl war Schüssel einfach umdrehen und von der anderen Seite wieder gegenklopfen.


Schwaben haben einen Nachteil: es gibt zu wenige!

Offline lecar5

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P-Day
« Antwort #16 am: Mai 09, 2015, 22:39:29 Nachmittag »
So, heute ist endlich Polish-Day.
Nachdem ich die letzte Schüssel noch vorbereitet habe und alle Aussenschüsseln noch vom Silikon befreit habe geht's mittags um halb drei los...

Das Werkzeug hat sich wirklich bewährt. 380 Volt, 2,5 kW 8), da kann man auch an beiden Scheiben gleichzeitig arbeiten ;). Hier kriegt man alles, was man fürs polieren braucht: http://www.polierbock.de/index.php.
Ok, die Säule sollte der Ergonomie halber 15 cm höher sein und eigentlich ist ein Kegel- oder Pyramidenstumpf die bessere geometrische Form für einen Aufstellständer - eine Säule, wie ich mir hab eine machen lassen, kommt teilweise ins schwingen. Funktionieren tut's trotzdem.



Nachdem ich die Schüsseln in von Hand ausgeschliffen habe (was eine Arbeit) kann ich auf das Vorpolieren mit Sisal verzichten. Mit Sisal habe ich so oder so die Erfahrung, dass die Flächen wellig werden - was ich für des Präsis Räder natürlich nicht möchte. Also geht's mit Baumwolle los, links die feste Schreibe mit 200mm Durchmesser, rechts die weichere mit 250mm. Dementsprechend ist die Reihenfolge, erst mit der festen Scheibe polieren, dann mit der weichen nachpolieren. Ich fang mit einer vorderen Schüssel an. Man sieht den Unterschied:



Die polierte Schüssel liegt natürlich links :P!!!

Deutlich später dann die erste hintere Schüssel. Gleiches Vorgehen, nur dauert die etwas länger.



Wiederum deutlich später, zwischenzeitlich ist es halb 8, liegen alle 4 Schüsseln glänzend vor mir - puh!



Gleichzeitig trete ich einen weiteren wissenschaftlichen Beweis an, dass alles auf diesem Planeten im Gleichgewicht und zueinander in Wechselwirkung steht: Die Schüsseln sind jetzt glänzend, ich bin matt. Vorher wars andersrum.



Im Hintergrund übrigens der diesjährige Liqui Moli-Erotikkalender. Die Motive letztes Jahr haben mir besser gefallen ::).
« Letzte Änderung: Mai 09, 2015, 22:43:07 Nachmittag von lecar5 »
Schwaben haben einen Nachteil: es gibt zu wenige!

Offline lecar5

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Anprobe
« Antwort #17 am: Mai 09, 2015, 22:56:30 Nachmittag »
Ortswechsel, wieder zu Hause. Noch ungeduscht interessiert es mich, wie die Schüsseln mit den Sternen wohl wirken. Kann sich sehen lassen, wie ich meine.







Die hinteren Schüsseln haben teilweise sehr tiefe Korrosionslöcher, hätte ich die komplett rausgeschliffen hätte ich mir keine Gedanken über undichte Dichtungen machen müssen - die Luft hätte zum dünnen Material rausgepfiffen. So etwas ist immer nicht schön, klar, aber aus der Erfahrung heraus ist so etwas beim Aufbereiten selbst immer viel schlimmer als nachher, wenn die Räder montiert sind. Man bedenke, dass die Räder unten am Boden sind und sich keiner bücken und rumstänkern wird. Auweja, jetzt hab ich was gesagt - aber was soll's, euer Rumgestänkere auf der nächsten TurboFever trag ich mit Würde 8)!

Eine vordere Schüssel muss ich nochmal nacharbeiten, die gefällt mir noch nicht. Dann fehlt's an den Schrauben, die soll ich am Dienstag wieder bekommen. Selbstsichernde Muttern und Beilegscheiben habe ich bereits bestellt, die kommen hoffentlich auch Anfang kommender Woche. Mittwoch möchte ich fertig sein mit den Rädern, damit ich sie am Donnerstag mit nach München nehmen kann. Ausserdem möchte mein M3 aus dem Winterquartier geholt werden...

Wird fortgesetzt.
« Letzte Änderung: Mai 09, 2015, 22:59:00 Nachmittag von lecar5 »
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Offline godsey

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #18 am: Mai 10, 2015, 00:21:38 Vormittag »
Der absolute Hammer! Aber natürlich von dir nicht anders zu erwarten. :-*
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Offline R5T2

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Re: Restauration Gotti 5t. Oder: die Zeche bezahlen. Oder: des Präsis Räder
« Antwort #19 am: Mai 10, 2015, 07:54:12 Vormittag »
Was soll man dazu sagen? Wahnsinn mit wie viel Hingabe der Hubsy da seine Zeche bezahlt.

Zitat
Selbstsichernde Muttern und Beilegscheiben habe ich bereits bestellt,
Die alten Schrauben wieder zu verbauen könnte Probleme geben. Wenn die Schrauben schon mal zu stark angezogen wurden, können die reissen.
Zudem hat man vor 20 Jahren die Problematik der Versprödung von verzinkten Schrauben noch nicht so ernst genommen.

Zitat
aber was soll's, euer Rumgestänkere auf der nächsten TurboFever trag ich mit Würde
Natürlich wird da rumgestänkert . . .  aber nur weil der Jens  die notwendige Pflege der Felgen vernachlässigt ;)