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Sonstiges => Labern => Thema gestartet von: Extrabreit in 21 Februar, 2011, 12:03:11

Titel: "Richtig" restaurieren..
Beitrag von: Extrabreit in 21 Februar, 2011, 12:03:11
Hallo zusammen,
schon seit einiger Zeit wird in diversen Oldtimerzeitschriften über das Thema "Restaurieren" diskutiert.
Mittlerweile ist man zu der Ansicht gelangt, das ein Fahrzeug ruhig seine Gebrauchsspuren zeigen und behalten darf (bzw. sogar SOLL) und man bei einer Restauration (im herkömmlichen Sinne) mehr zerstört , als gut macht.
Der Trend geht wohl in Zukunft dahin, soviel wie möglich an Substanz zu erhalten, oder vor weiterem Zerfall zu bewahren.
Teilweise erzielen Fahrzeuge mit einer gehörigen Portion Patina schon höhere Preise als völlig überrestaurierte !!!
Ein gutes Beispiel wäre der gerade von Rene' gefundene blaue Einser, es wäre eine Schande, dieses Auto seiner "Persönlichkeit " zu berauben .
Wie seht Ihr das?

LG Volker
Titel: Re: "Richtig" restaurieren..
Beitrag von: lecar5 in 21 Februar, 2011, 13:17:48
Du sprichst mir aus der Seele, Volker :-*!
Obwohl ich es selbst oft nicht schaffe, sollte immer abgewogen werden wie das Auto bzw. das Objekt (muss ja nicht immer ein Auto sein, was erhalten werden soll) künftig benutzt, verwendet,  eingesetzt oder gelagert wird. Dann fällt zumeist auf, dass eine tiefgreifende Aufbereitung ökonomisch und ökologisch nicht angebracht ist. Zum Beispiel Hohlraumschutz: wieso muss es das teuerste und aufwendigste Verfahren sein für ein Auto, das künftig vielleicht noch 2.500 km im Jahr nur bei bestem Wetter bewegt wird und 5/6 des Jahres in der Halle oder Garage steht?

Wie gesagt, ich schaffe dieses Abwägen es oft nicht ;)...

Grüsse, LeCar5
Titel: Re: "Richtig" restaurieren..
Beitrag von: Bielieboy in 21 Februar, 2011, 13:39:52
Ein altes Auto darf auch alt aussehen, nur nicht runter gewirtschaftet.
Mir persönlich sagt eine "Used"-Optik an einem alten Auto mehr zu wie auf hochglanz polierter Lack, das nimmt den ganzen Charme.

Wobei ich auch der Meinung bin, wenn was an einem so alten Auto gemacht wird, sollte man es auch richtig machen und nicht pfuschen - Schade wenn dann halt auch optisch neu aufgearbeitet werden muss. :-[

Grüße,


Marco
Titel: Re: "Richtig" restaurieren..
Beitrag von: Ragnolli in 21 Februar, 2011, 14:15:15
Alles richtig! Auch mir aus der Seele gesprochen - siehe dazu den "Fred" "Turbo 1 oder Turbo 2 ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? "

Aber!  ???   haben wir nicht auch dann als Forum zu einem solch besonderen Fahrzeug die Verantwortung, bei Anfragen zu Kaufempfehlungen eindeutig Trends zu setzen und eine eindeutige Position zu beziehen??  -  Z.B. dahingehend, die letzten wenigen Fahrzeuge mit echter Patina versuchen zu erhalten! Und von einer Restauration DRINGEND abzuraten? Ich denke schon!

Klar, am ende setzt das Geld die Trends und nicht das deutschsprachige Forum...  :( man kann es aber versuchen!

Olli.
Titel: Re: "Richtig" restaurieren..
Beitrag von: godsey in 21 Februar, 2011, 14:45:28
Hi,

jeder kann und sollte das machen wie er will. Klar, der unbeteiligte Dritte hat da eine Meinung dazu und wenn er (ich) dazu gefragt wird, soll er diese auch kund tun.
Ich fände es zwar auch schade, wenn der schweizer T1 generalsaniert wird, aber letzlich wäre das sogar unwirtschaftlich. Dazu ist die Ausgangsbasis einfach viel zu gut.
Titel: Re: "Richtig" restaurieren..
Beitrag von: Oli W. in 21 Februar, 2011, 17:07:41
Genau das ist es! Die Basis!

Wenn ich ein Auto bekomme, das im Originalzustand ist und noch nicht verpfuscht wurde. Welches noch recht gut aussieht und wenige Gebrauchsspuren hat, bleibt es wie es ist.
Bei meinem aber, wo an jeder Ecke der Lack abplatzte, alle Anbauteile und Kabelbäume mitlackiert waren und die Spalten zwischen Dach und Spoiler zugelaufen waren, teilweise war der Lack durchpoliert. Da ist es mit der Originalität eh vorbei.
Im Innernraum fehlte die Hälfte, einige Teile wurden vom A5T genommen.
Da kann man es auch einmal vernünftig machen und was man möchte auf neu trimmen.
Titel: Re: "Richtig" restaurieren..
Beitrag von: R5T2 in 21 Februar, 2011, 21:03:11
Jetzt habe ich wenigstens gute Argumente alle die kleinen Kratzer, Beulen und Steinschläge am Auto so zu lassen wie sie sind ;D  8)
die gehören alle zur Geschichte des Autos.

Gruss Martin

PS: Auch mein R5 hat Haubenverschlüsse ohne ein Pokalauto zu sein :P
Die Verschlüsse sind seit 1986 dran und gehören, wie der von aussen bedienbare Batterietrennschalter und gut erreichbare Abschlepphaken, auch zur Geschichte des Autos.