www.renault5turbo.de Forum

Technik => Motor und Antrieb => Thema gestartet von: Oliver in 19 Dezember, 2012, 23:12:52

Titel: Prinzipielle Frage zur Wassereinspritzung
Beitrag von: Oliver in 19 Dezember, 2012, 23:12:52
Hallo,

da ja glaube ich beim Maxi2 auch so eine Wassereinspritzung zum Einsatz kam, denke ich gibt es hier ein paar Leute die sich damit auskennen.
Und zwar würde mich grundsätzlich interessieren, wo die Wassereinspritzung beim Turbomotor mehr Sinn macht, bzw. effizienter ist: Vor, oder nach dem Verdichter??

Was ich so gelesen habe, wurde beim Maxi ja in das Saugrohr eingespritzt, beim Renault F1 V6-Turbo aus den frühen 80ern, allerdings in den Lufteinlass, wenn ich das richtig lese:


"...It would undergo a number of significant changes over the years (electronic injection and two-flap air intake in 1982, water injection at air intake in 1983) and its horsepower would gradually increase, eventually reaching 700 hp. ..."


Quelle:
http://www.renault.com/fr/lists/archivesdocuments/gordini.pdf   (Seite 30)


In dem speziellen Fall wofür ich frage, geht es um einen R5AT Motor mit Vergaser vor dem Verdichter und ohne Ladeluftkühler.


Danke schomal für Meinungen.
Titel: Re: Prinzipielle Frage zur Wassereinspritzung
Beitrag von: meahb in 21 Dezember, 2012, 08:41:23
Hallo!!

Mein Tipp:

Erst mal einen Ladeluftkühler zwischenschalten. Das ist sicher einfacher und effektiver als mit einer Wassereinspritzung zu
experimentieren.
Titel: Re: Prinzipielle Frage zur Wassereinspritzung
Beitrag von: Oliver in 21 Dezember, 2012, 12:18:54
Ladeluftkühler ist auch nicht optimal wenn der Vergaser vorm Verdichter sitzt. Kondensiert einem der Sprit aus wenn man Pech hat. In dem Fall ist die Wassereinspritzung denke ich unproblematischer.
Titel: Re: Prinzipielle Frage zur Wassereinspritzung
Beitrag von: ejk in 03 März, 2013, 00:18:57
Wenn ich richtig verstanden habe macht Wassereinspritzung nur sinn wenn man an der Grenze der moegliche Ladedruck ist. Wenn der Ladedruck zu hoch wird besteht die Gefahr das die Mischung schon verbrennt bevor die Zuendkerze leuchtet. (Ich kenne leider das deutsche wort dafuer nicht.) Wenn das stattfindet kann es schnell zu fatalen Folgen fuehren. Mit Wassereinspritzung kann man dann die Mischung etwas kuehlen damit etwas hoehere Ladedrucke moeglich sind ohne Motorschaden.

Ich wuerde nicht mal in naehe dieses Bereiches kommen also wuerde ich wassereinspritzung nicht empfehlen.

Erik
Titel: Re: Prinzipielle Frage zur Wassereinspritzung
Beitrag von: Klingel in 03 März, 2013, 12:55:08
Der Ladedruck muss nicht erhöht oder gar bis geht-nicht-mehr sein.
Wassereinspritzung kühlt die Verbrennung und dabei erhöht sich die Klopffestigkeit des Gemischs, man kann also die Zündung vorstellen.
Ebenso dehnt sich Wasser bei Übergang in Dampf um mehr als 1000fach aus........... ;)

Vor etlichen Jahren haben wir an meinem Kompressor geladenen Jeep mal experimentiert aber keine vernünftigen Einstellung erreicht, weil man nicht in die Motorsteuerung kommt.
Wir hatten mit dem Ladedruck gespielt und da kamen immer unüberwindbare thermische Probleme und starkes Klingeln.

Gruss Klingel