www.renault5turbo.de Forum

Kleiner 5er 122x und B/C40 => R5-Front-Mittelmotor-Kratzer => Thema gestartet von: Turbolader in 03 Februar, 2013, 11:13:57

Titel: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 03 Februar, 2013, 11:13:57
Hallo Leute

Ich werde euch hier um eure Meinungen und Erfahrungen fragen, da ich am Fahrwerk, von meinem kleinen Freund, noch nicht viel Erfahrung habe.
Also ich habe meinen kleinen Freund damals mit dem tiefer gelegten Fahrwerk gekauft. Nun bin ich mittlerweilen in dem Alter wo ich das Fahrwerk um 4cm höher legen möchte. So und nun meine Bitte an euch, erzählt doch von euren Erfahrungen über dieses Thema und sollte ich da vieleicht noch alte Teile durch neue ersetzen, wenn man schon am Fahrwerk schraubt.
Ich hoffe auf eure Teilnahme, damit ich das Thema im Frühling angehen und schnell beenden kann.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: R5T2 in 03 Februar, 2013, 13:19:55
Nur zum höhersetzen gibt es nicht viel zum schrauben aber . . .
Zitatund sollte ich da vieleicht noch alte Teile durch neue ersetzen, wenn man schon am Fahrwerk schraubt.
Falls Du ganze Arbeit machen willst musst Du Dir die Gummibuchsen der vorderen Querlenker und hinteren Längslenker gut anschauen.
Falls da etwas spröde oder ausgeleiert ist kommt da viel Arbeit auf Dich zu.
Bei der Gelegenheit auch gleich noch die Kugelgelenke der Vorderen Aufhängung und der Lenkung überprüfen.

Nach dem höherstellen solltest Du zur Feineinstellung eine Radlastwaage benutzen, es ist viel weniger Stress beim Bremsen wenn beide Vorderräder die gleiche Radlast haben.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Michael Mayer in 03 Februar, 2013, 15:49:31
Hallo,
ich kann nur beim kleinen TL mitsprechen bezüglich Fahrwerke. Da würde ich dir dann die Bilstein Rallye Dämpfer als das "beste" für den R12xx empfehlen.
Sollten sich in F ohne Probleme finden oder bei Bilstein anfragen ob noch welche gebaut werden.
Koni ist auch noch ein Hersteller für gute Dämpfer. Habe ich an der HA und die Bilstein an der VA.
Falls du einen neuen Satz Bilstein willst ich habe noch einen im Dachboden oder Bilsteindämpfer vom Opel wo man sich passende Gummibuchsen suchen muss oder eine Hülse dreht das die Schraube vom Durchmesser passt.
Gruß Michael
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 03 Februar, 2013, 19:07:58
Ok, ich werde mich voraussichtlich, in zwei Wochen, unter den R5 begeben und mir da eimal ein Bild von der bevorstehenden Arbeit machen

Gruss Turbolader.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Dutschi in 07 Februar, 2013, 12:59:13
Stabigummis sind noch günstig neu für um die 25 euro zu bekommen. Für die VA höher zu legen braucht du einen spezial Schlüssel. Kann dir von meinem selber angefertigten gerne mit den maßen mal Bilder machen. VA Gummis zu wechseln im eingebauten zustand vom Motor wird bestimmt bei den oberen schwingen viel Arbeit. Zumindestens bis die ausgebaut sind. HA wäre ich auch mal über berichte dazu gespannt. Zumal die bestimmt echt fest gegammelt sind in den ganzen Jahren. Ich wurde mir da wenn erst mal Achsen bzw Achsteile überholen und dann nur wechseln wenn alles fertig ist. Nicht das das Auto wegen unvorhergesehenen Problemen länger steht als geplant!
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 10 Februar, 2013, 18:43:20
Hoi Dutschi

Also die Stabistange vorne und die Gummis habe ich diesen Winter restauriert. Weiterhin habe ich noch eine komplette Vorderachse so wie eine Hinterachse an Lager. Das mit der Restauriereung der Achs-Ersatzteile ist eine sehr gute Idee damit dann auch alles schön funktioniert. Sehr gerne hätte ich einige Fotos von dem besagten spezial Schlüssel und vieleicht einige Mase dazu, damit ich den auch nachbauen kann.
Ich denke am besten ist es die Achsen auseinander zu bauen, danach Sandstrahlen und schwarz pulverbeschichten zu lassen, neu Ersatzteile zu verbauen das ganze wieder zusammen zu bauen und danach die restaurierten Achsen am Fahrzeug einzu bauen.

Gruss Turbolader




Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Montedifalko in 11 Februar, 2013, 13:24:49
Hallo Martin,
die Drehstäbe haben hinten einen Sechskant, Größe irgendwie um 24 herum. Ich habe die nicht benötigte Seite des Schlüssels abgeflext und ein Rohr mit entsprechender Länge (je länger je lieber) draugesteckt.
Du mußt dir auf jeden Fall Gedanken machen wie du die Drehstäbe aus dem Querlenker vorne herausbekommst, nach der langen Zeit dürften sie recht fest sein. Ich habe diese Arbeit auch noch vor mir. Ich jauche schon seit Wochen mit Rostlöser herum und werde als letztes an diese Aufgabe gehen.
Träume nicht davon die Stäbe hinten um einen Zahn zu versetzen und gut ist....!
Ein Zahn hinten macht gefühlte 10cm aus.
Entweder Gelände oder Plattfisch... das ist ein Zahn hinten!!
Du mußt durch kontrolliertes Jonglieren mit der vorderen und hinteren Verzahnung auf dein gewünschtes Mass kommen.
Gib bitte mal akktuelle Wasserstandsmeldungen über diese Aktion durch.
Falls ich vorher an gleichem Problem werkeln sollte, melde ich mich dazu.

P.S. Ganz fein wird es wirklich mit einer Radlastwaage.

Viel Erfolg und Gruß aus HH

Gerd
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 12 Februar, 2013, 12:30:36
Also, hier einige Explosionszeichnungen vom Fahrwerk. Auf diesen Zeichnungen ist, so vermute ich, der besagte Spezialschlüssel abgebildet. Weiterhin finde ich diese Idee mit den Gewindestäben gut, damit die gewünschte Fahrwerkshöhe genauer einstellen kann, ohne die Drehstäbe mehrmals nachzustellen.
Oder teusche ich mich da?
Natürlich sollte man am Ende zur Feineinstellung eine Radlastwaage benutzen.
Also schaut euch doch bitte die Zeichnungen an und teilt mir eure Meinungen mit!

Gruss Turbolader.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 12 Februar, 2013, 12:31:27
Und noch einige.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 12 Februar, 2013, 13:11:27
Auf dem zweiten Bild in der ersten Bilderserie ist das Werkzeug unten rechts mit der Bezeichnung Sus.704 zu sehen.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 15 Februar, 2013, 15:36:18
Hallo lecar5
Ja danke für die Info, dann würde es sicherlich Sinn machen einen solchen Schlüssel nachzubauen, oder ?

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 15 Februar, 2013, 17:03:28
Du tust dich in jedem Fall leichter. Wenn dein Auto aber nur auf Böcken steht bringt dir der lange Schlüssel nichts weil du damit am Boden anstösst - funktioniert nur wenns Auto auf der Hebebühne steht ;).
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 17 Februar, 2013, 12:08:33
Ja ja logisch.
Also wenn ich mit der Restauration, des noch vorhandenen Fahrwerks, beginne werde ich dies natürlich im Forum mit Erfahrungsberichten und Fotos darlegen.
Aber den Schlüssel baue ich mir schon im voraus, besten Dank Turbolader.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Dutschi in 31 März, 2013, 19:52:06
Gerade gefunden, könnte auch beim r5 gehen .

http://www.leboncoin.fr/equipement_auto/441376198.htm?ca=1_s
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 01 April, 2013, 12:28:27
Hallo Dutschi
Ich denke ich werde anhand von dem noch vorhandenen Fahrwerk im Keller, mir einen Schlüssel anfertigen der dann auch sicherlich passt. Aber zuerst werde ich meine R5AT noch für den kommenden Frühling ganz fertigstellen.

Gruss Turbolader.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 01 Juni, 2013, 17:06:54
Hallo Leute

Wie besprochen habe ich meinen R5AT für diese Saison vorbereitet und werde mich nun an die Restauration der Hinterachse begeben. Zu diesem Zweck habe ich mir das Buch M.R. 193 besorgt, allerdings ist dieses auf französisch geschrieben. Vielleicht hat ja jemand dieses Buch auf deutsch und könnte mir die Seiten H-18, H-19,   H-20, H-21und H-22 kopieren und hier ins Forum stellen damit ich nicht alles übersetzen muss.

Besten Dank Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 02 Juni, 2013, 11:49:24
So nun geht es endlich los.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 02 Juni, 2013, 12:13:53
Und noch einige Bilder
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 Juni, 2013, 18:23:36
Hallo Leute

So ich habe wieder etwas Zeit gefunden um an die alten Achsen zu restaurieren. Also zuerst einmal alles in die Einzelteile zerlegen und reinigen um alles richtig restaurieren zu können.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 Juni, 2013, 18:26:33
Und noch einige Bilder.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 Juni, 2013, 18:29:33
Und weiter
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 Juni, 2013, 18:31:44
Sooooo die Sonne ist wieder kurz auf Besuch.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 Juni, 2013, 18:35:48
Ja und fünf Minuten später ist genau diese auch schon wieder verschwunden, scheisssse.
Natürlich haben die alten Bremsbeläge ausgedient!!!

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 12 August, 2013, 11:02:25
Hallo Leute

So, immer wieder geht es einen Schritt voran.
Nun bin ich bei den Achsschenkeln angelangt und habe versucht den Stift der durch den unteren Achsschenkel geht hinauszuschlagen, leider ohne Erfolg.
Vielleicht hat  ja jemand von euch" Fahrwerk erfahrenen" einen Vorschlag ??

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 12 August, 2013, 15:06:22
Zitat von: Turbolader in 12 August, 2013, 11:02:25
Hallo Leute

So, immer wieder geht es einen Schritt voran.
Nun bin ich bei den Achsschenkeln angelangt und habe versucht den Stift der durch den unteren Achsschenkel geht hinauszuschlagen, leider ohne Erfolg.
Vielleicht hat  ja jemand von euch" Fahrwerk erfahrenen" einen Vorschlag ??

Gruss Turbolader

Das ist ein Querlenker! Und das was da so schlecht rausgeht nennt man Achse.

Von Renault und auch im Zubehör gab es Reparatursätze, in denen die Achsen, die Gummilager, die Abstandshülse und sogar der Lagerbock enthalten war. Wenn du so etwas ergattern kannst, kannst du alles kurz und klein Flexen. Bei mir war das bis jetzt immer nötig. Falls nicht, hilft da nur viel Rostlöser und rohe Gewalt.

Auf der Achse ist im Bereich des Lagerbockes eine Verzahnung, die das Verdrehen der Achse verhindern soll. Das ist das erste Problem, was das Herausschlagen erschwert, weiterhin rostet die Achse in beiden Gummilagern und der Abstandshülse fest. Außerdem ist in der Buchse des Querlenkers noch eine Gummischeibe, welche den Kontakt von Drehstab und Achse verhindern soll. Die sitzt manchmal auch recht fest.

Ich würde mir die Gummilager genau anschauen, ob der Wechsel überhaupt nötig ist, denn nach dem Zerlegen kommt der Zusammenbau. Das ist ohne die im WHB aufgeführten Spezialwerkzeuge kaum zu machen. Im "kleinen" Forum bietet einer gerade für 60 Euro die Werkzeuge an.

PS: Sei mir nicht böse, aber wenn ich mir deine Fragen immer so durchlese frage ich mich manchmal, ob das das richtige Hobby für dich ist...
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 12 August, 2013, 15:54:47
Hallo godsey



PS: Sei mir nicht böse, aber wenn ich mir deine Fragen immer so durchlese frage ich mich manchmal, ob das das richtige Hobby für dich ist...



Ich bin dir ganz sicherlich nicht böse. Bisher habe ich am Fahrwerk nicht viel machen müssen und wenn ich nicht endlich nicht damit beginne werde ich ganz bestimmt nicht besser. Also wage ich mich daran und versuche immer mein bestes zu geben. Natürlich brauche ich immer wieder eure Hilfe dafür und im Forum wird einem ja auch immer geholfen, danke an alle.

Das Werkzeug im kleinen Forum werde ich mir gleich einmal genauer anschauen.

Danke, Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 13 August, 2013, 23:47:46
Es geht auch ohne das Werkzeug. Nach der Achse dürfte dich das Drehstabseitige Gummilager vor die größten Probleme stellen. Da die Verahnung des Drehstabes einen kleineren Durchmesser aufweist wie der äußere Ring des Gummilagers ist ein zerstörungsfreier Ausbau quasi ausgeschlossen. Erst mal mit passenden Druckstücken die "Innereien" loswerden: (Eventuell hilft anwärmen mit dem Heißluftföhn um das Gummi vom Stahl zu lösen.)
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 13 August, 2013, 23:53:31
Als nächstes mittels eines kleinen Flachmeissels die verbliebene Hülse durch das Loch vom Drehstab längs aufmeisseln. Nach etwa 2/3 der Länge löst sich die Hülse und wird mit dem Meissel vollends herausgeschlagen. Ein bisschen Gefühl ist von Nöten um die in den Querlenker eingelötete Buchse nicht zu sehr zu beschädigen. Mit etwas Glück sieht das nach einer Stunde Schwitzen dann so aus:
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 15 August, 2013, 10:25:12
Hallo godsey

Ja danke einfach toll von dir dein Bericht so wie die Bilder werden mir sicherlich weiterhelfen. Ich werde ja so richtig Arbeit bekommen, denn ich habe etwa vier obere und drei untere Querlenker die ich gerne von den alten Teilen befreien möchte.

Also ich werde Geduld, Mineralwasser und vielleicht doch eine Zigarette mittnehmen müssen.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 15 August, 2013, 21:25:29
Hallo Leute

Und wieder bin ich dem Sandstrahlen einen Schritt näher.


Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 15 August, 2013, 21:28:04
Noch einige Bilder
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 15 August, 2013, 21:31:09
Ja, noch sieht das ganze noch nicht richtig schön aus !!!
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 26 August, 2013, 00:02:46
Hallo Leute

Und wieder bin ich einen Schritt voran gekommen und habe mich an die hintere Achse gewagt. Ich habe am äussern Lager die Sicherungslaschen mit einem Meissel umgelegt und dann das Gummilager mit einem Spiralbohrer etwas geschwächt, damit ich dann den äusseren Lagerblock abziehen konnte. Das ist mir auch sehr gut geglückt.
Als ich dann den Lagerblock und das Längslenkerrohr genauer angeschaut habe, habe ich bemerkt das in diesem noch die Buchsen des Gummilagers stecken.

Ich denke das an dem Längslenkerrohr werde ich einfach mit einer Eisensäge, mit grosser Vorsicht, auf sägen.
Aber wie entferne ich die Buchse vom inneren des Lagerblocks, vielleicht am besten auch mit der Eisensäge ???
So und nun benötige ich schon wieder euer Wissen.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 26 August, 2013, 00:19:46
Hast du denn noch gar keine neuen Teile besorgt? Die Hinterachslager gibt's auch fertig mit den Böcken zu kaufen. Nicht, dass du dir unnötig Arbeit machst. Nur die Lager sind aber besser zu bekommen und auch billiger. Aber die Böcke musst du dann schon mal nicht richten, falls du komplett kaufst.

PS: Viel Spaß bei den hinteren Bremszangen. Ich hasse die Teile! Noch nicht mal ein handelsüblicher Bremskolbenrücksteller funktioniert bei der doofen Konstruktion. Von dem bescheuerten Mechanismus für die Handbremse unter der Gummikappe wollen wir mal gar nicht reden...
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 26 August, 2013, 00:36:01
Ich werde mir morgen die neuen Hinterachslager mit den Böcken einmal anschauen. Ich nehme an die sind bei Mecaparts zu kaufen ?
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: MacTwingo in 26 August, 2013, 07:19:16
Zitat von: godsey in 26 August, 2013, 00:19:46
PS: Viel Spaß bei den hinteren Bremszangen. Ich hasse die Teile! Noch nicht mal ein handelsüblicher Bremskolbenrücksteller funktioniert bei der doofen Konstruktion. Von dem bescheuerten Mechanismus für die Handbremse unter der Gummikappe wollen wir mal gar nicht reden...

...wieso funktioniert da kein handelsüblicher Rücksteller? Ich habe mich gerade kürzlich mit dem Mist beim Coupe rumgeärgert, das einzige was gut funktioniert hat, ist der Rücksteller. Wir haben da so einen Universalsatz den man mit etwas Trickserei auch für die Renault Konstruktion passend machen kann. Ich mache bei nächster Gelegenheit mal Bilder davon, ist schwer zu erklären funktioniert aber super.

Den "bescheuerten" Mechanismus habe ich auch auseinander gehabt. Da gebe ich Dir volkommen Recht, eine dämlichere Konstruktion geht wohl kaum. Der nervige Zusammenbau hat mich mindestens 1 Jahr meines Lebens gekostet... ;D
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 26 August, 2013, 10:34:43
Zitat von: Turbolader in 26 August, 2013, 00:02:46
Ich denke das an dem Längslenkerrohr werde ich einfach mit einer Eisensäge, mit grosser Vorsicht, auf sägen.
Aber wie entferne ich die Buchse vom inneren des Lagerblocks, vielleicht am besten auch mit der Eisensäge ???

Genau richtig ;)! Beide Lagerschalen achsial mit der Eisensäge aufsägen, dann ist die Spannung raus und du kannst die Hülsen abnehmen.

Solltest du dich für die Lagerbuchsen ohne Bock entscheiden musst du dir zwei Werkzeuge drehen (lassen), um den Lagerbock nicht zu verbiegen: einen Distanzring zum unterlegen und zwei Halbschalen, die zu zwischen die Schenkel des Lagerbocks legst. Schau dir das Bild an, dann verstehst du, was ich meine.

Gruss, LeCar5
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 26 August, 2013, 11:15:35
Zitat von: MacTwingo in 26 August, 2013, 07:19:16
...wieso funktioniert da kein handelsüblicher Rücksteller? Ich habe mich gerade kürzlich mit dem Mist beim Coupe rumgeärgert, das einzige was gut funktioniert hat, ist der Rücksteller. Wir haben da so einen Universalsatz den man mit etwas Trickserei auch für die Renault Konstruktion passend machen kann. Ich mache bei nächster Gelegenheit mal Bilder davon, ist schwer zu erklären funktioniert aber super.

Den "bescheuerten" Mechanismus habe ich auch auseinander gehabt. Da gebe ich Dir volkommen Recht, eine dämlichere Konstruktion geht wohl kaum. Der nervige Zusammenbau hat mich mindestens 1 Jahr meines Lebens gekostet... ;D

Bei der kleinen Bremse kann man den Rücksteller nicht brauchen, weil die Zange auf der Dem Kolben gegenüberliegenden Seite in der Mitte keinen Durchbruch hat. Bei der "Gossen" Bremse vom Coupé ist das offensichtlich besser gelöst.

I hate this shit! ;)
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: MacTwingo in 26 August, 2013, 11:31:31
Zitat von: godsey in 26 August, 2013, 11:15:35
Bei der kleinen Bremse kann man den Rücksteller nicht brauchen, weil die Zange auf der Dem Kolben gegenüberliegenden Seite in der Mitte keinen Durchbruch hat. Bei der "Gossen" Bremse vom Coupé ist das offensichtlich besser gelöst.

I hate this shit! ;)

...die hintere Bremse ist beim Coupe Modell die gleiche wie beim "normalen" 122b. Ich mache mal Bilder von meiner Lösung, damit ging es bei dem gängigen Bremssattel kinderleicht.

Edit:

Hier mal ein Bild des Werkzeug Sets. Wenn man die "Scheibe" mit dem Vierkant (ganz links im Kasten) auf eine 1/4" Knarre aufsetzt, geht das Rückstellen wunderbar... ;) Die beiden Dorne passen nahezu ohne Spiel in die Vertiefung des Sattels.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: MacTwingo in 26 August, 2013, 11:36:47
Zitat von: MacTwingo in 26 August, 2013, 11:31:31
...die hintere Bremse ist beim Coupe Modell die gleiche wie beim "normalen" 122b. Ich mache mal Bilder von meiner Lösung, damit ging es bei dem gängigen Bremssattel kinderleicht.

Edit:

Hier mal ein Bild des Werkzeug Sets. Wenn man die "Scheibe" mit dem Vierkant (ganz links im Kasten) auf eine 1/4" Knarre aufsetzt, geht das Rückstellen wunderbar... ;) Die beiden Dorne passen nahezu ohne Spiel in die Vertiefung des Kolbens.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 26 August, 2013, 15:01:48
Danke Leute, so langsam bekomme ich ein wenig Respekt vor der Arbeit die noch vor mir liegt.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 27 August, 2013, 10:59:39
Hallo Leute

So, die Lagerschalen an den äussern Lager habe ich demontiert und nun steht die Achse vor mir um die weitern Schritte daran vorzunehmen.
Ich habe mir gedacht bevor ich mich an die Demontage der Achse wage, ist es vielleicht besser euch anzufragen wie dies am besten und in welcher Reihenfolge es wohl am besten erledigt werden kann ???


Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 27 August, 2013, 11:24:44
Drehstabposition einwandfrei und unverwechselbar mit Körnerschlägen markieren (sowohl Einbaulage als auch Position der Stäbe in der Verzahnung) und auseinander klopfen, fertig. Ein paar Tage vorher einen Rostlöser an die Verzahnung wird sicher nicht schaden...
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 27 August, 2013, 11:30:19
Hallo godsey

Die Drehstäbe habe ich in den letzten Wochen immer wieder mit Röstlöser behandelt und schön einwirken lassen, ich hoffe es wird mir zu gute kommen.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 27 August, 2013, 14:08:57
Hm... IM Auto die Drehstäbe zu demontieren ist in jedem Fall leichter als wenn die Achse bereits draussen ist. Btw: wie hast du die Achse überhaupt ausgebaut bekommen? Hast du die Längsträger der Karosserie auseinandergesägt?
Wie auch immer: Rostlöser, und davon viel. Die Drehstäbe vorher unverwechselbar zu markieren macht Sinn, es geht aber auch ohne (dann musst du beim Einbau die Höhe individuell einstellen). Wärme hilft unter Umständen auch, z.B. mit der Lötlampe. Ich schätze du wirst heftig klopfen müssen, bis sich die Drehstäbe lösen. Es hilft, die Drehstäbe zunächst nach innen d.h. zur anderen Schwinge hin zu schlagen, zumindest solange bis sie sich etwas gelöst haben. Dann in die andere Richtung ausbauen.

Viel Erfolg dabei!

Gruss, LeCar5
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 27 August, 2013, 15:41:40
Hallo lecar5



Btw: wie hast du die Achse überhaupt ausgebaut bekommen? Hast du die Längsträger der Karosserie auseinandergesägt?



Das Fahrzeug gehörte einem bekannten und die Karosserie und die Längsträger von dem  besagten Fahrzeug war nicht mehr zu gebrauchen. Darauf hin habe ich ihn gebeten mir die Achsen auszubauen. Nun ja ich denke er hat die Längsträger durchtrennt, sonst würde die Hinterachse ja nicht so zusammengebaut da stehen. 
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 06 September, 2013, 20:32:43
Hallo McTwingo



...wieso funktioniert da kein handelsüblicher Rücksteller? Ich habe mich gerade kürzlich mit dem Mist beim Coupe rumgeärgert, das einzige was gut funktioniert hat, ist der Rücksteller. Wir haben da so einen Universalsatz den man mit etwas Trickserei auch für die Renault Konstruktion passend machen kann. Ich mache bei nächster Gelegenheit mal Bilder davon, ist schwer zu erklären funktioniert aber super.



Hast du die Bilder schon gemacht???

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: MacTwingo in 09 September, 2013, 11:54:52
Zitat von: Turbolader in 06 September, 2013, 20:32:43
Hallo McTwingo


Hast du die Bilder schon gemacht???

Gruss Turbolader

Moin,

sorry ich habe das Werkzeug nicht zu Hause und im Moment zu viel um die Ohren um in die Werkstatt zu fahren und Bilder zu machen. Ich werde es aber schnellstmöglich nachholen, versprochen!

Aber mal eine andere Frage...wo hast Du denn die neuen Lagerbuchsen für die Hinterachse bestellt? Ich fürchte ich brauche auch welche :-[

Gruß Jan
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 09 September, 2013, 13:04:57
Hi,

hab nur ich gesehen, dass der Jan das Bild längst gepostet hat?

(http://www.renault5turbo.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=2639.0;attach=17252;image)

Ich habe im Übrigen genau den gleichen Satz, bin aber leider nicht so schlau gewesen, das für diese Bremssättel geeignete Werkzeug zu erkennen.   8)

Aber das nächste Mal!

Danke Jan für den Tipp

CU
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 09 September, 2013, 13:31:04
Zitat von: MacTwingo in 09 September, 2013, 11:54:52
Aber mal eine andere Frage...wo hast Du denn die neuen Lagerbuchsen für die Hinterachse bestellt? Ich fürchte ich brauche auch welche :-[

Gruß Jan

Guggst du hier, ganz unten:
http://www.mecaparts.com/Chassis/page.php?lang=0&sortie=html&col=R5&page=16#ok

CU, LeCar5
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: le dragon in 09 September, 2013, 13:37:38
Super. Und etwas weiter oben sieht man die Teile, die man dort keinesfalls kaufen sollte !!! >:(
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 09 September, 2013, 17:21:03
Hallo le dragon


Super. Und etwas weiter oben sieht man die Teile, die man dort keinesfalls kaufen sollte !!! >:(



Welche Teilenummer genau meinst du den und warum sollte man dort diese Teile keinenfalls kaufen ???
Hast du da schlechte Erfahrungen gemacht ???

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Zeitlupenschrauber in 09 September, 2013, 19:06:53
ZitatHast du da schlechte Erfahrungen gemacht

Er meint bestimmt seine abgerissenen Motorlager, wobei die wahrscheinlich wegen dem quaife diff , der Mehrleistung und dem ständigen querfahren zerbröselt sind  ::)
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 09 September, 2013, 19:56:59
Ich bin überzeugt, dass man mit dem bisschen Drehmoment von unserem Motor keine vernünftigen Motorlager abgerissen bekommt. Ich würde die ehrlich gesagt auch eher nicht einbauen...

Ich hab heute neue Lager verbaut, da war das Linke auch von zweifelhafter Herkunft. Da hat noch nicht mal das Bohrbild gestimmt, ich musste die unteren Löcher 5mm auffeilen.  Ich habe den Besitzer schon angemailt wo die her waren. Hoffentlich nicht von Mecaparts  ;) Sonst kommen die Alten wieder rein!
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 09 September, 2013, 20:30:13
So und nun geht es ab zum Gelbverzinken.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 09 September, 2013, 20:31:20
Und weiter
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 09 September, 2013, 20:54:15
Fahrwerksteile unbedingt nach dem galvanisieren entspannen (lassen)!
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 09 September, 2013, 21:09:55
Die Bremsbelaghaltefedern aus Federstahl nimmst du am besten auch wieder aus dem Paket fürs verzinken raus. Die werden sonst trotz tempern brechen. Mir sind sogar schon U-Scheiben beim Anziehen der Schrauben zerbröselt.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 10 September, 2013, 12:28:02
Ok, danke für eure Info !!!
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 12 September, 2013, 08:03:57
Hallo Leute

Also ich habe alle Teile die Ihr erwähnt habt zu Gelverzinken entfernt, die restlichen Teile des Fahrwerks werde ich dann mit feinem Sand strahlen lassen, anschliessend mit Epxidgrundierung bearbeiten und weil dies ja nur eine Grundierung ist sollte man danach diese noch mit einer Schicht überdecken.
So nun habe ich überlegt was sich da wohl am besten eignen würde, es sollte ja Wetterbeständig sowie beständig gegen Steinschläge sein. Da kommt mir eigentlich nur Unterbodenschutz in den Sinn, oder hat vielleicht noch jemand eine bessere Idee ???

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 12 September, 2013, 08:24:27
Zitat von: Turbolader in 12 September, 2013, 08:03:57
oder hat vielleicht noch jemand eine bessere Idee ???
Jede Idee ist besser als Unterbodenschutz! ;) Das kann jetzt nicht dein Ernst sein, oder? Ich hasse das klebrige Zeug schon am Auto, wo es eventuell noch seine Berechtigung hat.

Die Grundierung gibt es in allen Farben, natürlich auch schwarz.

Ich lasse die Epoxidgrundierung einfach wie sie ist ohne weitere Behandlung. Das Zeug braucht keine Deckschicht um den Rostschutz zu verbessern. Renault hat ja wesentliche Teile des Fahrwerks wie Achsschenkel, Drehstäbe usw. überhaupt nicht behandelt und die Teile sind ohne weitere Probleme 30 Jahre alt geworden.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 12 September, 2013, 18:49:31
Hallo godsey

Danke für deine Antwort, also ich werde dann einfach das ganze Sandstrahlen und danach die besagte zwei Komponenten Epoxidgrundierung, in schwarz, auftragen.

Danke, Gruss Turbolader.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 September, 2013, 01:14:21
Hallo Leute

Und nun bin ich bei den Bremssätteln angelangt und auch da bin ich auf eure Hilfe angewiesen. Da ich zu den Bremssätteln keine Explosionszeichnung in meinen Unterlagen finden konnte möchte ich euch gerne um eure Meinung zu diesem Thema anfragen.
Hat vielleicht jemand eine Explosionszeichnung zu den Bremssätteln, wie zerlege ich diese am besten, oder macht das überhaupt Sinn diese zu zerlegen und zu restaurieren ???

So und nun bin ich mal gespannt auf eure Meinungen.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 28 September, 2013, 09:42:48
Moin,

ich schlage vor, du besorgst dir ein PR und ein MR, bevor du weitermachst. Wenn es Zeichnungen gibt, dann dort.

Natürlich sollte bei einer Überholung der Kolben rausgenommen werden, alles andere macht keinen Sinn.

Nachdem du die hintere Achse schon raus genommen hast, hast du den schwierigsten Teil des Zusammenbaues sowieso schon vor dir. Ich rate dir, die Stellung des Stößels jetzt zu notieren oder zu fotografieren, das fand ich nicht besonders logisch und hat mich vor die grössten Probleme gestellt.

Am besten du baust die Sättel auseinander bevor du Ersatzteile orderst. Es gibt Überholsätze nur mit Dichtungen und welche, die auch noch den Kolben beinhalten. Wenn der Kolben keine Rostnarben hat, genügen die Dichtungen.

Leider gibt's bei identisch aussehenden Sätteln zwei verschiedene Ausführungen des Stößels. In den handelsüblichen Dichtsätzen sind aber nur die O-Ringe für die dünnen Stößel drin. Natürlich kannst du die O-Ringe separat besorgen, unbedingt darauf achten, dass du welche aus EPDM erwischst, NBR und FKM lösen sich in wenigen Tagen auf. Lieber die alten Ringe wiederverwenden als welche aus falschem Material. Bei lelebeck.de bekommst du alles was du brauchst.

Die Tellerfedern (das sind keine komisch geformten U-Scheiben!) auf dem Stößel sind immer abwechselnd anzuordnen, sonst funktioniert der Sattel nicht mehr. Rostnarben spielen für die Funktion keine Rolle und können ignoriert werden.

Als erstes würde ich die Entlüfternippel rausdrehen, reißen die ab, kannst du dir den Rest gleich sparen. Du wärst nicht der erste, der den Sattel beim Ausbohren ruiniert.

Die Lagerbuchsen der Handbremsbetätigungsachse und die Gummimanschetten sind ein weiteres Problem, ich habe keine neuen zu kaufen gefunden. Wenn die kaputt sind, hilft bei den Buchsen nur neu anfertigen, wenn die Gummis kaputt sind nur ein Austauschsattel oder ein gutes Gebrauchtteil.

Auf jeden Fall solltest du vermeiden mit Rostlöser oder anderen mineralölhaltigen Schmierstoffen zu arbeiten. Die ruinieren die Dichtungen schneller, als du schauen kannst. An der Bremszange darf nur Bremszylinderpaste oder Bremsflüssigkeit verwendet werden. Wenn alles zusammengebaut ist, kannst du natürlich unter der hinteren Manschette ein gutes Fett verwenden. Aber bitte peinlich genau darauf achten, dass dieses nicht an die Gummiteile die zur Abdichtung der Bremsflüssigkeit gedacht sind, kommt. Am besten, du besorgst dir die Materialien die im MR vorgeschrieben werden.

Viel Spaß bei der Scheiße, die blöden Sättel sind für mich ein weiterer Grund, warum ein AT wahrscheinlich nie ins Haus kommen wird ;-)

Gruß, Godsey


Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 September, 2013, 11:16:04
Danke Godsey

Ja, es  wird mir immer deutlicher das das Fahrwerk des R5AT so einige Tücken aufweist. Das M.R. 193 habe ich schon aber leider ist dies in französisch verfasst und beinhaltet  keine Explosionszeichnung vom Bremssattel. Danke Godsey deine Beiträge sind immer sehr sehr hilfreich und informativ, ohne deine Hilfe währe ich ja ganz schön aufgeschmissen.

Aber zu Glück sind wir R5 Fahrer so Verständnisvoll und hilfsbereit.
Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 September, 2013, 14:30:50
Hallo Leute

Ich habe mich heute wieder den Bremssätteln zugewannt und habe wieder eine Frage an euch. Weiterhin bitte ich euch meine nicht fachlichen Bezeichnungen der Teile zu entschuldigen und hoffe auf eure Richtigstellung.
Also ich habe heute die  Tellerfeder hinten am Bremssattel rausgeschraubt und nun meine Frage an euch kann man den Bremskolben in die, mit dem Pfeil angegebene Richtung, hinauspressen. Ich denke mit dem Schraubstock müsste das zu schaffen sein, oder wird dieser auf eine andere Weise demontiert ???

Danke für eure Mitteilungen.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 September, 2013, 15:30:53
So ich habe mich auf Youtube etwas schlau gemacht.
Also, die Tellerfeder wieder einschrauben und mittel Entlüftungsnippel mit Luftdruck den Bremskolben hinausdrücken. Anschliessend die Staubmanchette abziehen anschliessend die O-Ring Dichtung vorsichtig entfernen, und immer darauf achten das keine Kratzer entstehen. 

Ist das korrekt ???
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: MacTwingo in 28 September, 2013, 18:42:08
Zitat von: Turbolader in 28 September, 2013, 15:30:53
So ich habe mich auf Youtube etwas schlau gemacht.
Also, die Tellerfeder wieder einschrauben und mittel Entlüftungsnippel mit Luftdruck den Bremskolben hinausdrücken. Anschliessend die Staubmanchette abziehen anschliessend die O-Ring Dichtung vorsichtig entfernen, und immer darauf achten das keine Kratzer entstehen. 

Ist das korrekt ???

...so steht es zumindest im M.R.193 ;)

Vielleicht solltest Du Dir doch mal eine deutsche Version gönnen...
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 28 September, 2013, 19:21:08
Ja, wenn ich einmal an eine deutsche Version gelange werde ich sofort zuschlagen. Das übersetzen vom französischen ins deutsche ist ziemlich Zeit intensiv !!!!
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: MacTwingo in 29 September, 2013, 13:38:11
Zitat von: Turbolader in 28 September, 2013, 19:21:08
Ja, wenn ich einmal an eine deutsche Version gelange werde ich sofort zuschlagen. Das übersetzen vom französischen ins deutsche ist ziemlich Zeit intensiv !!!!

...ist gerade wieder eins bei Ibäh eingestellt. Läuft noch 5Stunden...
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 30 September, 2013, 13:59:53
Hallo Leute

Für was genau ist eigentlich die Tellerfeder am Bremssattel, oder was genau kann man mit dieser beeinflussen.

Sorry für die dumme Frage, aber ich muss das einfach wissen.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 01 Oktober, 2013, 08:35:23
Die drückt den Stößel nach der Bremsung wieder in die Ausgangslage und sorgt dafür, dass der Belagverschleiß für die nächste Bremsung ausgeglichen wird, indem der Stößel ein Stückchen aus dem Gewinde des Kolbens gezogen wird
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 01 Oktober, 2013, 10:59:19
So etwas habe ich mir schon gedacht, aber danke godsey du  hast mein Wissen wieder einmal erweitert.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 07 Oktober, 2013, 21:04:01
So, nun habe ich die Bremssattel soweit in seine Einzelteile zerlegt und nun geht es an die Restauration der Teile. Der Bremssattel und die Bremsbacken gehen zum Sandstrahlen und werden danach in einer schwarzen, hitzebeständigen, Farbe lackiert.
Am Bremskolben und dem Zylinder hat sich etwas Rost angesetzt, kann man diese mit sehr feinem Schleifpapier säubern oder gibt es da eine andere Möglichkeit ???

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 07 Oktober, 2013, 21:16:48
Den Bremssattel werde ich wie bereits erwähnt auch zumSandstrahlen geben, in die Gewinde habe ich eine Schraube gedreht damit nichts passiert. Sollte ich die Bremsbackenauflagen mit Klebeband abdecken, damit da keine Beschädigung der Auflager statt finden kann ???
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Dutschi in 08 Oktober, 2013, 08:21:56
Kommt drauf an wie hart sie strahlen, ich in meiner kabine bräuchte nicht ab zu kleben. Aber in der Industrie wo ich größere Teile abgebe... Da ware es eventuell sinvoll wobei dort kein klebeband stand hält.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 08 Oktober, 2013, 08:26:04
Viel wichtiger wäre eher, dass du die Kolben wieder in die Sättel drückst, die Manschetten wieder draufmachst, die Entlüftungsnippel wieder reinschraubst und irgendwelche alten Bremsschläuche in die Anschlüsse drehst. Nach Möglichkeit sollte kein Strahlgut, egal ob Hochofenschlacke, Korrund, Glasperlen, Nussschalen oder sonstiges, IN die Sättel gelangt.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 08 Oktober, 2013, 10:54:14
Danke Leute für eure Anteilnahme, natürlich werde ich eure Typs sehr gerne beachten.
Und nun noch zu dem bereits oben erwähnten Thema:


Am Bremskolben und dem Zylinder hat sich etwas Rost angesetzt, kann man diese mit sehr feinem Schleifpapier säubern oder gibt es da eine andere Möglichkeit ???  


Gruss Turbolader


Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 08 Oktober, 2013, 13:15:03
Kannst du. 600er nass bzw. mit Öl.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 09 Oktober, 2013, 09:34:58
Ja habe ich gemacht, die Kolben sehen wieder super aus und ich werde diese wieder einbauen damit die Bremssattel danach zum Sandstrahlen können.

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 09 Oktober, 2013, 13:36:55
So und nun geht ein Teil von meinen Teilen zum Sandstrahlen.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: lecar5 in 09 Oktober, 2013, 16:03:25
Stabis und Drehstäbe unbedingt nach dem galvanisieren entspröden/entspannen lassen! Müsste dir der gut arbeitende Galvanisierer von sich aus auch empfehlen.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: R5T2 in 09 Oktober, 2013, 19:50:50
Stabis und Drehstäbe sind Federn und sollten weder sandgestrahlt noch verzinkt werden. Kugelstrahlen sollte keine Probleme machen.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 26 Oktober, 2013, 16:53:18
Hallo Leute
Nun habe ich die Gummilager an den Achsschenkeln hinausgedrückt und so weit hat alles ganz gut geklappt. Allerdings muss ich noch das Drehstabseitige Gummilager an den unteren, vorderen, Achsschenkeln demontieren und wie ja schon godsey in seinem Beitrag erwähnt hat geht dies nicht ohne das Gummilager komplett zu zerstören. Der innere Stahlring des Gummilager kann ich noch hinauspressen, aber damit ich den äussere bekomme muss ich zuerst das Gummi entfernen und danach den äusseren Stahlring in längs Richtung aufmeisseln.



Es geht auch ohne das Werkzeug. Nach der Achse dürfte dich das Drehstabseitige Gummilager vor die größten Probleme stellen. Da die Verahnung des Drehstabes einen kleineren Durchmesser aufweist wie der äußere Ring des Gummilagers ist ein zerstörungsfreier Ausbau quasi ausgeschlossen. Erst mal mit passenden Druckstücken die "Innereien" loswerden: (Eventuell hilft anwärmen mit dem Heißluftföhn um das Gummi vom Stahl zu lösen.)

[/color]

Ich habe noch eine Frage an euch, ich habe da noch zwei unterschiedliche, vordere obere, Achsschenkel. Kann das sein das der eine vielleicht an einem R5 Alpine und der andere von einem R5 Alpine Turbo montiert war ?
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: godsey in 26 Oktober, 2013, 21:20:36
Moin,

so einfach ist die Sache nicht... Bis zum Facelift '80 hatten alle Fünfer den linken Querlenker. Der dicke Turbo sogar bis zum Bauzeitende. Dananch hatten alle schwächer motorisierten Fünfer noch einen solchen offenen Querlenker, allerdings mit einer veränderten Geometrie. Was man auf dem Foto natürlich nicht sieht ist die Shoregrad der verbauten Gummilager. Es gab mindestens 3 verschiedene Varianten der Lager, je nach Motorisierung. Wahrscheinlich sogar noch viel mehr... Denn es gibt recht viele verschiedene Teilenummern für das optisch immer gleiche Lager. 

Den von dir fotografierten Lenker solltest du aber schleunigst entsorgen. Der rechte "Arm" ist verdreht und krumm.


Gruß, Michael
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 27 Oktober, 2013, 10:42:19
Hallo godsey.

So nun kommt wieder eine meiner komischen Fragen, aber wie mein damaliger Lehrer schon sagte, wer nicht fragt wird sein Wissen nie erweitern können.
Was ist ein" Shoregrad der verbauten Gummilager"

Gruss Turbolader
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Extrabreit in 27 Oktober, 2013, 12:06:16
Soweit ich weiß, bedeutet "Shoregrad" der Härtegrad des verwendeten Gummis. Also je größer bzw. kleiner dieser Wert ist, umso weicher /härter sind dann diese Lager. Hab ich das so richtig erklärt, Godsey? : )
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: MacTwingo in 27 Oktober, 2013, 13:25:04
...schau mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4rte#H.C3.A4rtepr.C3.BCfung_nach_Shore

im unteren Drittel steht alles was Du wissen möchtest.

ansonsten hat Volker fast recht ;D

--> kleiner Shorewert = weiches Material
--> großer Shorewert = hartes Material


auch wenn ich nicht Godsey heiße ::)
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 27 Oktober, 2013, 13:48:10
Merci Leute

Und schon wieder etwas gelernt.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 11 November, 2013, 13:06:02
Hallo Leute
So, die ersten Teile sind restauriert.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 24 November, 2013, 11:47:39
Hallo Leute

So, nach einer etwas kleineren Pause geht es nun wieder einen Schritt voran.
Hier sind die nächsten Teile die wieder ins Leben gerufen werden.
Titel: Re: Fahrwerk
Beitrag von: Turbolader in 24 November, 2013, 11:49:44
Und noch zwei Bilder