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Zündungs einstellgerät

Begonnen von R5 Gr.4, 17 Oktober, 2010, 19:28:12

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tempusfugit

Salü Martin,
ich kann mir das nicht erklären.

Ich habe vorsichtshalber nur den Teil mit Glocke und Spiral im Ultraschall gereinigt. So bin ich sicher, dass am Magneten nichts verloren ging.
Wenn eigentlich ein Magnet seine Spannung nicht verlieren würde, hätte man ja ein Perpetuum Mobile erfunden.

Sind die 20% Fehler eigentlich linear falsch?

Gruss René

R5T2

@tempusfugit

Die 20% fehlen im ganzen Drehzahlbereich.
Hast Du im inneren des Gerätes irgendetwas einstellbares gefunden?
Vor der Reinigung könnte auch das viele Oel die Glocke noch etwas mitgeschleppt haben.
Kurioserweise ist der Riemenantrieb nicht 1:1 übersetzt, vielleicht haben die franzosen die neuen Geräte mit verschiedenen Riemenscheiben abgeglichen :'(

Da ich den Drehzahlmesser bereits wieder zugebördelt habe, werde ich eine neue Riemenscheibe drehen um die Übersetzung anzupassen.

Gruss Martin

PS: Das Problem mit schwächer werdenden Magneten ist bei alten Motorrädern bekannt.
Da funktioniert die Zündung mit zunehmendem Alter immer schlechter.
Das könnte bei unseren Zündverteilern auch noch ein Problem werden.
Da ist im Impulsgeber auch ein Permanentmagnet verbaut.

Bei neuen Autos sind Induktive Sensoren eine alltägliche Ausfallursache.(Da ist auch ein Permanentmagnet verbaut)
Da müssen recht häufig OT und Nockenwellensensoren ersetzt werden.

tempusfugit

Salü Martin,
im Innern des Bauteils gibts leider keine Verstellmöglichkeit.
Ich habe mich im Wikipedia noch ein bisschen schlau machen wollen, bin aber nicht fündig geworden. War wohl nichts mit fremden Federn schmücken a la zuGuttenberg.
Ich kann mir aber vorstellen, Deine Idee mit einem angepassten Pully könnte klappen, da ja der Fehler linear verläuft. Hast Du vielleicht beobachtet, ob der Antriebsriemen Schlupf hat?
Bin gespannt auf Deinen Versuch. ::) ::)

Gruss René

R5T2

@ tempusfugit
ZitatIch habe mich im Wikipedia noch ein bisschen schlau machen wollen, bin aber nicht fündig geworden
Suche mal im Internet nach Wirbelstrom Tachometer 8)
Das Prinzip wurde 1902 von einem Otto Schulze zum Patent angemeldet und wird heute noch angewendet :o

Siehe http://www.rheintacho.de/produkte/mechanische_anzeiger.htm

Gruss Martin

tempusfugit

Salü Martin, bist Du sicher, dass das ein Zündungseinstellgerät ist.  :-X :-X

Rein mechanisch gedacht, ist das für mich schon zum vornherein ein zu ungenaues Gerät, da der Magnet die Glocke immer verzögert dreht.
Oder braucht man dieses Gerät für tendenzielle Werte? Ausserdem hat die Spiralfeder anfänglich eine kleine Gegenwirkung und je mehr sie gespannt wird, desto ungenauer wird die Messung. Dieses Problem haben wir auch bei unseren Spiralfedern bei den Unruhen unserer Uhren.
Wir sprechen da von Isochronismus.

Ich habe eher das Gefühl, dass das ein Umdrehhungszähler ist ( im Sinne eines U/min-Abgleichgerät für Bordinstrumente).

Gruss René

tempusfugit

Nachtrag:

Als Isochronismus (von griech.: isochron, gleich lange dauernd) bezeichnet man die Eigenschaft eines frei schwingenden Pendels, für eine Schwingung immer die gleiche Zeit zu benötigen, unabhängig davon, wie groß die Schwingungsweite ist. Diese Gesetzmäßigkeit wurde 1656 vom niederländischen Astronomen und Physiker Christiaan Huygens entdeckt und in seinem Pendelgesetz formuliert.

Darüber hinaus entdeckte Huygens, dass sich die Spiralfeder einer Unruh ebenso isochron verhält.[1] Er erkannte, dass sich Pendel und Unruh aufgrund dieser gleichförmigen Schwingungen ideal als Gangregler für Räderuhren eignen und ließ Ende 1656 von Salomon Coster die erste Uhr mit freiem Pendel anfertigen.

In der Praxis wird durch diverse Fehler der für Uhren angestrebte völlig isochrone Gang nur erreicht, wenn solche Fehler durch Kompensation ausgeglichen werden

R5T2

Hallo René
Zitatbist Du sicher, dass das ein Zündungseinstellgerät ist

Natürlich ist das KEIN Zündungseinstellgerät, aber das Teil ist IM Zündverteilereinstellgerät verbaut und hat die Aufgabe die Drehzahl des Zündverteilers anzuzeigen.
Der Zweck der ganzen Einrichtung ist feststellen zu können bei welcher Drehzahl die Zündung wieviele Grad verstellt wird und bei welchem Unterdruck, mit der vieldiskutierten Unterdruckdose, die Zündung auch noch verstellt wird.

In der heutigen Zeit würde man den Zündverteiler wegschmeissen, wenn er nicht mehr richtig funktioniert, und einen neuen einbauen.
Leider sind die Zündverteiler für unsere Autos nicht mehr neu Lieferbar.
Vereinzelt werden noch gebrauchte angeboten, die sind aber in der Regel auch revisionsbedürftig.

Gruss Martin

PS: Beim Drehzahlmesser wird nur verdreht, nicht gependelt, da ist nur die Federrate für die Funktion wichtig.


tempusfugit

Wir sprechen halt auch beim Spiral beim auf-und zugehen von "pendeln", grundsätzlich ob pendeln oder Spiralverdrehen spielt Magnetismus und Erdanziehung eine grosse Rolle in Bezug auch auf die eingebrachte Energieleistung.

Ich danke Dir für die Erklärung, denn nur durch Dialoge lernt man dazu. Ueberhaupt staune ich, was Ihr hier im Forum alles miterlebe mit Eurem Tüfteln und Erforschen. ;D ;D ;D

Grüüse Dich René

R5T2

Im Oldtimer Markt 9/2011 ist ein kurzer "Testbericht" über dondinis Neuentwicklung.

Was der "Technik-Experte" bemängelt kann ich nicht nachvollziehen.
Mit den heutigen Sicherheitsvorschriften ist es unmöglich geworden ein Gerät für den Hobbyschrauber mit Hochspannungsmessung im Bereich bis 30'000 Volt anzubieten. Ich nehme an dass die Vorschriften in der EU ähnlich streng wie in der Schweiz sind.
Für einen "Technik-Experten" oder jemanden der von Zündanlagen etwas versteht ist es eine Kleinigkeit den fehlenden Hochspannungsteil, in eigener Verantwortung, nachträglich anzubauen.

Auch die bemängelte fehlende 220 Volt Versorgung sehe ich nicht als Problem sondern als Vorteil.
Wer keine geladene 12 Autobatterie verfügbar hat sollte auch keine Zündverteiler messen ;D

Die manuelle Unterdruckkammer hat sich auch bei den alten Geräten als praxistauglich erwiesen.
Eine elektrisch betriebene Vakuumpumpe wäre ein Luxusausbau der nur den Preis in die Höhe treibt.

dondini

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#69
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